Pullerparty als Tradition zur Geburt

Eine Freundin fragte mich, ob es bei uns eine Pullerparty nach der Geburt gab. Dieser Brauch sagte mir rein gar nichts. Und ehrlich gesagt stellte ich mir das etwas eklig vor. Doch eine Pullerparty ist gar nicht so schlimm, wie sie sich anhört …

Pullerparty Tradition

Was um alles in der Welt ist eine Pullerparty?

Trifft man sich da etwa zum gemeinsamen Pullern? Nein! Meine Freundin hat es mir so erklärt: Nach der Geburt kommen Freunde und Familie zu der frisch gebackenen kleinen Familie zu Besuch und bringen dem Baby ein kleines Geschenk. Und dann wird gemeinsam darauf getrunken, dass das Baby „gut pullern“ kann. Je mehr Schnaps fließt, desto besser kann das Baby pullern.

In guter, alter Tradition

Die Pullerparty ist tatsächlich eine Tradition, die schon lange und auch deutschlandweit verbreitet ist. Ganz traditionell kamen früher Freunde und Familie direkt nach der Geburt im Haus der Eltern vorbei, um das Baby auf der Welt willkommen zu heißen und einen ersten Blick zu erhaschen. Heute findet die Pullerparty meist am Wochenende nach der Geburt statt, beziehungsweise wenige Tage, nachdem Mutter und Kind aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Regionsabhängig ist die Party übrigens unter verschiedenen Namen bekannt.

  • in Brandenburg und Berlin ist die Feier als Pullerparty bekannt,
  • in Norddeutschland kennt man die Feier als Babybier,
  • im süddeutschen Raum ist es der Pullerschnaps,
  • in Nordrhein-Westfalen feiert man das Kindpinkeln oder Babypinkeln und
  • in Rheinland-Pfalz feiert man das KindchePissen

Wer selbst eine Pullerparty organisieren möchte findet zum Beispiel auf der Seite von Papa Online ein paar Tipps für die Party.

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Bei uns gab es keine Pullerparty

Sicher gab es bei uns die Option, alle neugierigen Freunde und die Familie gleich nach Ankunft auch dem Krankenhaus zu uns einzuladen. Doch darauf hatten wir verzichtet, um mich und das Baby nicht zu überfordern. Stattdessen bekamen wir alle paar Tage Besuch von einer Hand voll lieber Freunde und Familienangehörigen. Und wäre Schnaps geflossen, hätte ich ja gar nicht mittrinken können (da hatte ich ja noch gestillt). Und mein Mann wäre sicher bald vom Stuhl gekippt.

Dennoch hört es sich nach einer schönen Tradition an. Wobei die Feier am Tag der Geburt für mich persönlich gar nicht in Frage kommen würde. Meine Freundin hat mir übrigens versprochen, dass wenn es mal bei ihr soweit ist, sie mich zu ihrer Pullerparty einlädt. Ich bin gespannt!

 

Foto: pixabay.com © congerdesign (CC0 Creative Commons)

 

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