Folsäure zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft

Lässt man sich in der Apotheke beraten, erhält man oft sündhaft teure Folsäure Produkte als Empfehlung. Diese sind in der Regel um Vitamine und andere wichtige „Nährstoffe“ angereichert. Aber ist das wirklich notwendig? Vor allem aber: Ist Folsäure schon zur Vorbereitung auf die Schwangerschaft wichtig?

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Was steckt hinter der Empfehlung „Folsäure ab Kinderwunsch“?

Folsäure soll bereits ab der ersten Schwangerschaftswoche für die Entwicklung des Embryos wichtig sein. Laut der Deutschen Apothekerzeitung kann ein Mangel an Folsäure unterschiedliche Risiken für die Schwangerschaft und das Baby zur Folge haben, zum Beispiel:

  • Plazentaablösungen,
  • niedriges Geburtsgewicht,
  • Fehl- oder Frühgeburten,
  • Fehlbildungen wie Spina bifida (offener Rücken) oder
  • Missbildungen am Herzen oder Harnwegstrakt.

Ich gebe ehrlich zu, dass ich mich im Vorfeld nicht besonders gut über über das Thema informiert hatte. Ich wusste nur, dass ich Folsäure bereits ab dem Zeitpunkt vom Kinderwunsch nehmen sollte – nicht aber, warum. Wer sich genauer darüber informieren möchte, findet zum Beispiel einen ausführlichen und informativen Artikel über Folsäure in der Pharmazeutischen Zeitung.

Nahrungsergänzungsmittel in der Schwangerschaft

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Als ich in der Familienplanung steckte, ließ ich mir ein teures Folsäure-Präparat aufschwatzen. Das nahm ich natürlich auch brav ein. Ungefähr vier Monate lang. Danach hörte ich damit auf, weil der Kinderwunsch auf sich warten ließ. Doch dann … Wenige Wochen später: Der positive Schwangerschaftstest! Ich ging zum Arzt und ließ mir die Schwangerschaft bestätigen. Und der Doc legte mir wieder die Folsäure-Tabletten ans Herz. Allerdings riet er mir zu einem günstigeren Produkt, das nicht um zahlreiche andere Inhaltsstoffe ergänzt war. Stattdessen sollte ich, zusätzlich zu den Folsäure-Tabletten, schlicht auf meine Ernährung in der Schwangerschaft achten. Zu weiteren Nahrungsergänzungsmitteln wurde mir gar nicht geraten. Erst als ich unglaubliche Rückenschmerzen bekam (daran leide ich allerdings seit Jahren, weshalb bei mir vermutlich gar nicht die Schwangerschaft der Grund dafür war), verschrieb mir der Arzt noch Magnesium. Ansonsten achtete ich auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Und nicht nur meine Schwangerschaft verlief traumhaft, auch meine Tochter kam kerngesund zur Welt.

Nur gegen Ende gab es ein paar Probleme, weshalb meine Tochter (leider) 6 Wochen zu früh geboren wurde. Einen ausführlichen Geburtsbericht habe ich dazu natürlich auch verfasst (hier geht´s zu „Teil 1“ und hier zu „Teil 2“).

Das zählt bei Kinderwunsch und Schwangerschaft

Ich halte mich mit Empfehlungen oder „konkreten Aussagen“ sehr zurück, wenn es um gesundheitliche Themen geht. Warum? Ich bin keine Medizinerin! An dieser Stelle möchte ich auch gerne den Hinweis geben, dass man grundsätzlich nicht nach Krankenheiten googeln sollte. Du hast Kopfweh? Dann hast Du vermutlich einen Tumor. Du hast einen verklemmten Furz? Dann wirst Du bestimmt bald sterben. Hatte schließlich auch die Tante vom Onkel vom Opa eines Freundes!

Sicher kann man sich im Netz grob über das Thema Kinderwunsch und Schwangerschaft informieren. Doch was wirklich zählt, ist das persönliche Gespräch darüber mit dem Frauenarzt. Dieser kann fundierte Diagnosen stellen und hilfreiche Tipps geben!

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