Was es über den Brautstrauß alles zu Wissen gibt …

Irgendwie gehört der Brautstrauß einfach dazu. Egal ob bei der freien Trauung, beim Standesamt oder in der Kirche. Dank der verschiedenen Farben, Formen und Blumen kann die Braut den perfekten Strauß, passend zu ihrem Outfit, zusammenstellen. Wer noch auf der Suche nach dem perfekten Brautstrauß ist, findet hier ein paar Infos und Tipps …

Brautstrauß

Die Artenvielfalt beim Brautstrauß

Für die Artenvielfalt beim Brautstrauß sorgt bereits die Natur. Farben und Blumen lassen sich in scheinbar unzähligen Varianten miteinander kombinieren. Doch auch die Floristen sorgen für die Individualität und Vielfalt beim Hochzeitsstrauß. Durch ihr „handwerkliches Geschick“ entstehen die tollsten Formen!

  • Farben: Hier gibt es zwei wesentliche Punkte, auf die man achten kann. Zum einen können Bräute die Farben natürlich passend auf ihr Outfit abstimmen. Eine andere Möglichkeit ist, die Farben entsprechend ihrer Bedeutung auszuwählen. Dazu gibt es einen passenden Artikel auf meinem Blog, der ⇒ über diesen Link nachzulesen ist.
  • Blumen: Manche Blumen sind beim Brautstrauß echte Dauerbrenner. Von „gewöhnlich“ bis ausgefallen ist hier fast alles vertreten. Dennoch lassen sich nicht alle Wünsche problemlos erfüllen. Das kann zum Beispiel an der Jahreszeit liegen. Welche Blumen im Hochzeitsstrauß besonders beliebt sind und zu welcher Jahreszeit sie (problemlos) zu haben sind, ist ⇒ über diesen Link nachzulesen!
  • Formen: Die vermutlich bekannteste Form für den Hochzeitsstrauß ist der kuppelförmige Biedermeier. Daneben gibt es aber noch weitere Brautstraußformen. Welche das sind, zeigt ein eigener Beitrag, in dem ich 5 Brautstrauß Formen vorstelle. Zu den 5 Formen geht es ⇒ über diesen Link!

Passend zum Brautstrauß …

Je nachdem welches Budget man für die Blumen ausgeben möchte, gibt es noch weitere Möglichkeiten. Direkt in Kombination mit dem Hochzeitsstrauß können Braut und Bräutigam passende „Deko“ bei ihrem Floristen in Auftrag geben. Dabei sind Farben und Blumen passend zum Brautstrauß verarbeitet. Neben dem Anstecker für den Bräutigam gehören zur „Deko“ zum Beispiel Blumengestecke für …

  • das Auto,
  • die Kirche,
  • das Standesamt oder
  • die Tische im Lokal der Hochzeitsfeier.

Daneben kann man zum Beispiel auch Blüten zum Streuen durch die Blumenkinder oder kleine Sträuße für die Blumenmädchen bestellen, die sich damit selbst wie eine kleine Braut fühlen dürfen.

Woraus setzt sich das Budget für den Brautstrauß zusammen?

Beim Budget gibt es nach oben hin kaum Grenzen. Woran das liegt ist aber kein Geheimnis. Die Kosten für das Blumenarrangement setzen sich aus

  • der Arbeitszeit des Floristen,
  • dem durch das Brautpaar gewünschten Material und
  • dem Umfang (also zum Beispiel Brautstrauß, Gesteck für das Hochzeitsauto und Blumen zum Streuen durch die Blumenkinder) zusammen.

Je aufwändiger und umfangreicher der Brautstrauß ist, desto teurer fällt er letztendlich aus.

Abhängig vom Floristen können die Preise für den Brautstrauß (beziehungsweise für das gesamte Blumenarrangement der anstehenden Hochzeit) unterschiedlich hoch ausfallen. Das kann zum einen daran liegen, dass es zum Beispiel unterschiedlich hohe Personalkostengibt, die der Florist mit seinem Umsatz decken muss. Zum anderen kann es sein, dass die Floristen unterschiedlich hohe Einkaufskosten für das Material haben. Je günstiger der Florist sein Material für den Brautstrauß im (Groß-) Handel bezieht, desto günstiger kann er auch seine Blumenarrangements anbieten.

Wie lässt sich für Brautstrauß und „Deko“ Geld sparen?

Eine Hochzeit kann richtig teuer werden. Angefangen bei Einladungskarten, Hochzeitskleid und Brautstrauß. Über die Deko in Standesamt, Kirche und Lokal. Hin zu Hochzeitstorte und Menü. Bis Fotograf, Gastgeschenke und Danksagungskarten. Es gibt zahlreiche Kostenfaktoren, die das Hochzeitsbudget ausreizen können. Da sucht das Brautpaar gerne nach Möglichkeiten, Geld zu sparen. In Sachen Brautstrauß und Blumenarrangement gibt es 5 Tipps, mit denen sich die Kosten geringer halten lassen. Und das ohne bei der Hochzeit auf schöne Blumen verzichten zu müssen.

Tipp 1: Mehrere Angebote einholen und vergleichen

Da die Kosten für Brautstrauß und Blumenarrangement unterschiedlich hoch ausfallen können bietet es sich an, mehrere Angebote von verschiedenen Floristen einzuholen und zu vergleichen. Natürlich sollte dazu der Auftrag immer gleich – oder zumindest ähnlich – sein, damit sich die Kosten der Angebote auch tatsächlich miteinander vergleichen lassen.

Tipp 2: Budget für Brautstrauß und Blumenarrangement festlegen – und daran halten

Um nicht in die Kostenfalle zu tappen, sollten sich Braut und Bräutigam ein festes Budget für die einzelnen anfallenden Punkte rund um die Hochzeit festlegen. Auch für Brautstrauß und Blumenarrangement. Besonders wichtig dabei ist, das Budget nicht nur festzulegen, sondern sich auch daran zu halten! Für den Brautstrauß kann man das selbst vorgegebene Budget auch dem Floristen bei Auftragserteilung sagen. Das Budget kann dann entsprechend in die Beratung einfließen, wodurch sich auch gezielter nach den Möglichkeiten suchen lässt.

Tipp 3: Saisonale Brautstrauß Blumen wählen

Gerade wenn es um die Materialkosten für den Brautstrauß geht, lässt sich allein durch die Wahl von saisonalen Blumen Geld sparen. Blühen die Blumen (regional) zur Jahreszeit, sind sie in der Regel im Einkauf – und damit auch im Verkauf – des Floristen günstiger zu haben.

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Tipp 4: „Besondere Anlässe“ für den Brautstrauß im Auge behalten

Wer um den Valentinstag oder Muttertag heiratet, gibt sich in der Hochsaison für den Verkauf von Blumen das Ja-Wort. Zu diesen „besonderen Anlässen“ sind die Blumen oft nicht nur deutlich teurer als in anderen Zeiträumen. Die Blumen für den Brautstrauß oder das Blumenarrangement können auch schwer zu bekommen sein. Frische rote Rosen um den Valentinstag zu bekommen, ist zum Beispiel gar nicht so einfach. Natürlich ist es möglich. Aber was das kostet, kann man sich bestimmt ohne große Probleme ausmalen …

Tipp 5: „Deko“ selber machen

Frei nach dem Motto „Do it Yourself“ lässt sich zum Beispiel bei der (Tisch-) Deko Geld sparen. Selbst gestaltete Tische, beispielsweise verziert mit einzelnen (langstieligen) Blumen oder verstreuten Blüten, kommen oft nicht nur günstiger, sondern sehen auch toll aus. Möchten Braut und Bräutigam die Tische mit kleinen Sträußen oder einzelnen Blumen verzieren, können sie im Lokal anfragen, ob und welche Vasen die Location bereitstellen kann. Im „Notfall“ müsste das Brautpaar noch ein zusätzliches Budget für die Vasen einplanen.

Ein Plausch mit einem Floristen

„Ich beliefere nur noch Beerdigungen. Bräute rauben mir den letzten Nerv!“ Als mir der Florist das – ganz brottrocken – erzählte, musste ich erstmal lachen. „Warum?“, fragte ich mit breitem Grinsen. Und dann erzählte er mir eine brandaktuelle Story, die schon ein bisschen fragwürdig klang:

Vor kurzem tauchte eine künftige Braut in seinem Laden auf. Sie wollte sich zu ihrem Brautstrauß beraten lassen, den sie selbstverständlich bei dem Floristen bestellen wollte. Also nahm sich eine Mitarbeiterin Zeit, der künftigen Braut alles zu zeigen und zu erklären. Gut eine Stunde verging. Doch auch mit dem Beratungsgespräch wusste die künftige Braut nicht, was genau sie wollte. Sie versprach, sich Gedanken zu machen und dann wieder zu kommen. Einen Teil des Versprechens hielt sie ein. Sie kam wieder. Diesmal in Begleitung ihrer Mutter. Doch intensive Gedanken hatte sie sich vermutlich nicht gemacht, denn sie wusste noch immer nicht, was sie wollte.

Gemeinsam mit künftiger Braut, Mutter und der Mitarbeiterin folgte also ein zweites Beratungsgespräch, das diesmal fast zwei Stunden dauerte. Zwei Stunden, in denen die Mitarbeiterin keine Sträuße binden oder verkaufen konnte. Dafür war nach in Summe dreistündiger Beratung zumindest ein kleiner Erfolg in Sicht: Die angehende Braut wusste endlich, was für einen Brautstrauß sie wollte.

Das Ende vom Lied … oder vom Brautstrauß

„Aber mehr wie 50 Euro soll er nicht kosten!“, waren die abschließenden Worte der Kundin, die gemeinsam mit ihrer Mutter gut gelaunt den Blumenladen verließ

Jetzt verstand ich die Aussage des Floristen, dass ihn die Bräute den letzten Nerv kosten. Denn nicht nur, dass die Beratung einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann. Im Worst-Case ist am Ende nicht einmal besonders viel daran verdient. An dem Beispiel muss der Florist neben den Materialkosten auch die Personalkosten für über drei Stunden (für die Beratung, die Bestellung des Materials und für das Binden vom Brautstrauß) stemmen, um am Ende 50 Euro Umsatz zu machen.

Um die Nerven aller Beteiligten zu schonen ist es also vorteilhaft, sich vor dem Beratungsgespräch schon einen groben Plan zurechtzulegen. Zumindest in welche Richtung der Brautstrauß gehen sollte kann helfen, die Beratung auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Außerdem hilft es der künftigen Braut, den perfekten Hochzeitsstrauß für sich zusammenzustellen, mit dem sie am großen Tag auch ganz sicher glücklich ist.

 

Foto: pixabay.com © congerdesign (CC0 Creative Commons)

 

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