Wirtschaftsfachwirt IHK: Meine Erfahrung mit der berufsbegleitenden Weiterbildung

Ich war gerademal 16 Jahre alt und sollte schon jetzt wissen, was ich mit dem Rest meines Lebens anfangen wollte. Ein tolles Unternehmen fand ich zwar, doch die Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation war sicher nicht meine Erfüllung. So kam es, dass ich (zunächst) eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt oben drauf setzte.

Wirtschaftsfachwirt pixabay.com © FirmBee (CC0 Public Domain)

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Wie ich zu an meine berufsbegleitende Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt kam

Mit 16 war ich fast noch ein Kind. Vieles interessierte mich, aber vieles auch nicht. Was sollte ich nach der mittleren Reife also mit meinem Leben anfangen? Weiter zur Schule gehen oder doch lieber eine Ausbildung anfangen? Dass ich eine Ausbildung begann lag daran, dass mir ein tolles Unternehmen einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Bürokommunikation anbot. Dort arbeite ich übrigens auch heute noch. So kam es jedenfalls, dass ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung abschloss. Zwar hätten mich auch kreative Berufe wie Floristin oder Kindergärtnerin gereizt. Doch bereits mit 16 Jahren dachte ich schon an das spätere Einkommen und die künftigen Perspektiven. Und da sah es in der Industrie deutlich besser für mich aus.

Nachdem ich Anfang 2007 meine Ausbildung abschloss ging es für mich ins „echte“ Berufsleben. Toller Job, toller Chef! Doch mein damaliger Chef setzte an mich eine Bedingung. „Nur“ eine Ausbildung war für ihn zu wenig. Er wollte, dass ich weiter mache. Er sah Potenzial und die Gefahr, dass ich zwischen der hohen Konkurrenz unter Kollegen untergehe, wenn ich mich nicht weiterbilde. Also ging die Suche nach einer geeigneten Weiterbildung los. Betriebswirt sollte es sein! Um diesen zu beginnen, musste man jedoch zuvor eine Weiterbildung zum Fachwirt vorweisen. Gesagt, getan: Ich meldete mich beim „IHK VFB“ zum Wirtschaftsfachwirt an. Berufsbegleitend bedeutete in diesem Fall übrigens eine Präsenzveranstaltung. 1,5 Jahre lang ging ich drei Mal die Woche noch zur Abendschule. Montags und mittwochs nach Feierabend und samstags von morgens bis nachmittags.

Was ich von der Weiterbildung mitnahm und was sie mir bis heute brachte

pixabay.com © Pexels (CC0 Public Domain)

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Freunde und Familie mussten in der Zeit leider massiv zurückstecken. Das Privatleben litt durch die Unterrichtseinheiten (und Lernphasen am Wochenende). Doch in dieser Zeit, im Sommer 2008, lernte ich sogar jemanden kennen. Meinen Ehemann, mit dem ich aktuell das erste Kind erwarte. Das zeigt, dass mein Privatleben doch nicht ganz brach lag. Immerhin hatte ich trotz Abendschule auch Zeit für das eine und andere Date 🙂

Die Abschlussprüfungen waren keine Glanzleistung von mir. Bestanden habe ich, aber es hätte deutlich besser sein können! Egal, denn ich hatte den „Wisch“ um weiterzumachen. Doch was brachten mir der Verzicht auf ein ausgelassenes Privatleben und der ganze Stress? Letztendlich führte mich der erste Schritt mit der berufsbegleitenden Weiterbildung dort hin wo ich heute stehe: Selbst- und Zeitmanagement sind für mich keine Fremdwörter. Bis heute arbeite ich in einem tollen Unternehmen als Angestellte und nehme dort laufend neue Aufgaben und Herausforderungen wahr. inzwischen bin ich aber auch ein großer Know How Träger im Bereich der Betriebswirtschaft und Kommunikation und konnte mich zusätzlich im Sommer 2015 mit meiner Selbstständigkeit verwirklichen.

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Wie es nach dem Wirtschaftsfachwirt für mich weiterging

Ursprünglich wollte ich den Betriebswirt machen. Das war der einzige Grund für den Wirtschaftsfachwirt. Dann erfuhr ich aber, dass ich mit dem Abschluss zeitgleich eine studienfachliche Anerkennung erlangte. Hieß, ich durfte mich an einer Hochschule bewerben. Für ein Studium, das meiner Aus- und Weiterbildung und meiner Berufspraxis entsprach. Statt zwei weitere Jahre einen IHK Abschluss anzustreben, zog es mich also an die FH – in das fast dreijährige berufsbegleitende Studium zum Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft. Auch das war kein einfacher Weg. Doch das ist eine andere Geschichte 😉

Auch wenn mein Weg nicht immer einfach und oft steinig war bin ich froh darum, ihn gegangen zu sein. Denn eines bin ich heute ganz sicher: Glücklich und stolz darauf, was ich alles geleistet habe!

 

Auftakt zur „kleinen Reihe“

Da ich inzwischen einiges gesehen und selbst erlebt habe, nehme ich diesen Beitrag als Auftakt für eine „kleine Reihe“. Weitere werden bald folgen mit einem Erfahrungsbericht

  • über mein berufsbegleitendes Studium in Betriebswirtswirtschaft,
  • über mein Fernstudium zur Mediatorin und
  • zu meinem Fernstudium im Journalismus.

Zusätzlich teile ich in weiteren Beiträgen noch Lerntipps, stelle hilfreiche Weiterbildungsmaßnahmen vor und gebe Tipps, wie man sein ideales (Fern-) Studium für neue berufliche Perspektiven wählt, welche Möglichkeiten es gibt oder wie man sich am besten zwischen Fernstudium und Weiterbildung mit Präsenzpflicht entscheidet. Ich hoffe, dass ich Dir damit bei Deiner Entscheidung für oder gegen den potenziellen Karriere-Booster helfen – und Dir hilfreiche Tipps mit auf Deinen ganz persönlichen individuellen Weg geben kann!

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