[Reisebericht Malediven] Velidhu im Nord Ari Atoll

Die kleine Propellermaschine hob ab und bahnte sich ihren Weg hinauf zu den Wolken. Am Fenster tummelten sich kleine Wassertropfen, deren Ursprung der Indische Ozean war, der malerisch unter uns ruhte. Dies war mein letzter Reiseabschnitt auf die Trauminsel Velidhu.

Willkommen auf Velidhu

Wasserflugzeug am Steg von Velidhu

Wasserflugzeug am Steg von Velidhu

Nach einer langen Reise von Stuttgart nach Male, der Hauptinsel der Malediven, stand der letzte Transfer bevor: Ein Wasserflugzeug brachte meine Eltern und mich im Jahr 2008 von Male nach Velidhu. Bereits die Anreise über den Indischen Ozean hinweg war beeindruckend. Unter uns ragten vereinzelt Inseln aus dem Wasser, das in Blau-, Türkis- und Grüntönen schimmerte. Bei strahlendem Sonnenschein landeten wir am Steg der kleinen Malediveninsel Velidhu im Nord Ari Atoll. Als Barfußinsel kann man hier das Leben genießen. Einzig auf den Holzstegen (zum Wasserflugzeug oder zu den Waterbungalows) sollte man zumindest seine Flip Flops griffbereit haben. Das Holz heizt nämlich unter der Sonne ordentlich auf und lässt das Gefühl aufkommen, dass die Fußsohlen Feuer fangen.

Da sich die kleine Insel in nicht einmal einer Stunde bequem umrunden lässt war die gesamte Inselatmosphäre sehr familiär. Die Begrüßung war sehr herzlich und hinterließ sofort einen Wohlfühlcharakter.  Mit einem fruchtigen Cocktail in der Hand checkten wir auf der Hotelinsel ein und waren bereit, unsere Unterkunft für die nächsten zwei Wochen zu beziehen. Ein nicht ganz so angenehmes Erlebnis, wie sich noch in der Nacht zeigen sollte …

 

 

Die Unterkünfte auf Velidhu

Die Waterbungalows auf Velidhu

Die Waterbungalows auf Velidhu

Grundsätzlich lassen sich die Unterkünfte auf Velidhu in zwei Kategorien einteilen: in die Strandbungalows und die Waterbungalows. Wir bezogen zunächst einen der Strandbungalows, die sich über die Insel schlängeln. Meine Eltern und ich hatten hier leider Probleme mit der Klimaanlage, die nachts für Frostbeulen sorgte. Doch bereits am nächsten Morgen, bei der offiziellen Begrüßung durch unsere Reiseleitung, erhielten wir zu unserem Glück ein tolles „Special Offer“. Gegen einen überschaubaren Aufpreis kamen wir so an unser Upgrade in einen der Waterbungalows, den wir noch am Morgen voller Vorfreude auf die kommenden zwei Wochen bezogen.

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Mit drei Personen im Waterbungalow wurde der Platz kreativ genutzt. Mein „Beistellbett“ war über dem Guckloch auf den Indischen Ozean und seine bunte Unterwasserwelt platziert. So konnte ich tatsächlich täglich den Fischen „Gute Nacht“ sagen (auch wenn hier – vermutlich durch fehlende Korallen – nur wenige Fische schwammen). Ganz anders verhielt es sich übrigens mit dem Hausriff von Velidhu. Dieses stellt alles andere, was ich bisher auf meinen „Schnorchel-Expeditionen“ sah, in den Schatten. In der kunterbunten Unterwasserwelt, in der es vor Fischen und Korallen geradezu wimmelte, konnte ich mich stundenlang aufhalten. Und jedes Mal war ich aufs Neue fasziniert von Farben, Formen und von der Vielfalt, die mir der Indische Ozean bot. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht zum Hausriff Velidhu stelle ich in Kürze in einem anderen Beitrag vor.

Unterhaltung und unsere Aktivitäten auf der Barfußinsel

Während unserem Urlaub machten wir bei zwei Ausflügen mit: Beim Manta Watching und beim Dolphin Watching. Das Dolphin Watching war schlicht atemberaubend. Was genau wir hier erlebten, erzähle ich später in einem anderen Beitrag. Ansonsten verbummelten wir uns die Zeit hauptsächlich mit

  • Lesen,
  • Schnorcheln,
  • Inselspaziergängen und
  • Gesellschaftsspielen.
Die Haustiere von Velidhu

Die Haustiere von Velidhu

Denn eines ist klar: Auf der kleinen Malediveninsel Velidhu ist man zur Ruhe gezwungen. Zwar gibt es Restaurant und Strandbar. Doch ein ausgiebiges Animationsprogramm sucht man hier vergeblich. Stattdessen unterhielt man sich mit sich selbst, mit der Reisebegleitung oder mit anderen Gästen der traumhaften Ruheoase. Doch eine wahre Ruheoase war Velidhu nicht zu jeder Zeit. Tagsüber sorgten die handzahmen Haustiere der Hotelinsel, zwei Papageien und zwei Kanarienvögel, für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm in der Strandbar. Einmal nicht aufgepasst, mopsten die Vögel entweder das Obst von den Tellern oder die Spielsteine vom Tisch. Das war zwar etwas anstrengend, dafür aber auch lustig mit anzusehen. Und besonders schön war es natürlich, wenn die zutraulichen Haustiere sich auf die Schulter oder den Arm setzten und das Geschehen am Tisch aufmerksam beobachteten.

 

 

Mit dem Wetter kann man Pech oder Glück haben

Die beste Reisezeit auf den Malediven sind die Monate Dezember bis März, da hier die wenigsten Regentage herrschen. Zwischen Juni und Oktober hingegen kann der Traumurlaub mit (durchschnittlich) 11 bis 15 Regentagen auch ins Wasser fallen. Denn ab Mai kehrt die Monsunzeit auf den Malediven ein. Doch beim Wetter steckt man nicht drin – man kann damit Pech oder Glück haben. Ich selbst war im September 2008 auf den Malediven. Wir hatten während unserem zweiwöchigen Traumurlaub lediglich einen Regentag. Zugeben: Es herrschte Weltuntergangsstimmung an diesem Tag. Doch an den anderen Tagen waren strahlender Sonnenschein und Summertime Feeling das Standardprogramm auf Velidhu.

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