Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!

Vater werden kann schnell gehen. Manchmal dauert es aber auch ein bisschen, bis es mit der Schwangerschaft klappt. Bis zur Geburt vom Kind scheint alles, ganz einfach zu sein. Sobald der Nachwuchs aber im Haus ist, ändert sich das schlagartig.

Vater werden ist nicht schwer pixabay.com © jarmoluk Pictures (CC0 Public Domain)

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9 Monate Vorbereitung auf das Vater werden

Wer glaubt, dass sich nur die werdende Mutter auf die Geburt vorbereitet, kann sich ganz enorm irren. Schließlich sind Mann und Frau ein Team. War die Schwangerschaft geplant, wünschen sich beide eine gemeinsame Familie. Meist entsteht dieser Wunsch, weil man den Rest seines Lebens miteinander verbringen möchte. Weil man sich liebt, weil man einander vertraut und weil man füreinander da ist. Sicher hat die werdende Mutter in den 40 Wochen bis zur Geburt deutlich größere Hürden zu meistern. Neues Leben entsteht in ihr, oft auch von kleine Wehwehchen und Zipperlein begleitet. Und auch die Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt füllen regelmäßig den Terminkalender der Schwangeren. Doch nicht nur für die werdende Mutter beginnt mit der Schwangerschaft eine andere Zeit. Auch der werdende Vater ist oft mit eingespannt.

Er ist nicht nur mit dem Gedanken beschäftigt, dass da bald ein kleiner Mensch kommt, um den er sich kümmern muss. Er ist auch oft eingespannt, der werdenden Mutter unter die Arme zu greifen:

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  • hat die Schwangere unerklärliche Gelüste kann es sein, dass der werdende Vater auch noch spät am Abend einen Ausflug in den Supermarkt macht,
  • hat die Frau gesundheitliche Probleme in der Schwangerschaft, hilft der Mann oft (noch) mehr im Haushalt, organisiert Medikamente oder ist einfach für sie da,
  • wenn die werdende Mutter beginnt, Sachen fürs Baby zu horten, bleiben oft auch für den werdenden Vater stundenlange Aufenthalte in Kaufhäusern nicht aus,
  • die Geburtsvorbereitung soll auch die werdenden Väter auf die Geburt und die erste Zeit danach vorbereiten,
  • Vater werden bedeutet auch, dass Männer Premiere beim Frauenarzt haben (hier können sie einen Blick auf das Baby im Bauch werfen).

Wenn die Welt sich einmal dreht

Endlich ist der Moment gekommen: Der stolze Vater hält zum ersten Mal sein Kind im Arm. Möglicherweise war er bei der Geburt dabei, was häufig der Fall ist. Dann durfte er ein sogenanntes kleines Wunder miterleben. Das Vater werden ist nun erstmal geschafft. Die ersten Wochen nach der Geburt nennt man auch das „Wochenbett“. Mutter und Kind erholen sich von den Strapazen der Geburt und die neue kleine Familie lernt sich kennen und gewöhnt sich aneinander. Was man vorher nur gehört hat, erfährt man nun am eigenen Leib:

  • Das Baby weint und schreit scheinbar grundlos.
  • Hungerattacken beim Baby sorgen für schlaflose Nächte.
  • Ständig macht man sich Sorgen um sein Kind (ist es satt, hat es Schmerzen, geht es ihm gut?).

Hat man sich früher noch nächtelang in Bars und Clubs rumgetrieben, macht man es sich nun in den eigenen vier Wänden bequem. Vater werden bedeutet, dass sich die Welt einmal dreht. Was früher wichtig war, scheint heute nicht mehr ganz so relevant zu sein. Neue Prioritäten stellen sich und neue Gewohnheiten spielen sich ein.

Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen

Vater werden heißt, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Doch mit dem Vater werden ist es noch lange nicht getan. Schließlich bleibt das Kind, das eigene Kind. Auch wenn es längst erwachsen ist. Was sich ändert, sind natürlich die Möglichkeiten und Erlebnisse, die der Vater mit seinem Kind erlebt. Was allerdings oft bleibt ist die Weisheit „Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen“. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, sollte seine eigenen Eltern dazu befragen. Sicher werden sie mit einem Augenzwinkern erklären können, was genau sich dahinter alles verbergen kann.

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