Zahnbürstenmörder

Beim Zahnbürstenmörder kann das Spiel mehrere Tage dauern

Das Unterhaltungsspiel „Zahnbürstenmörder“ macht den Krimi lebendig. Kinder und Jugendliche sollen hier den Täter fassen, der mit seiner Zahnbürste bewaffnet unbemerkt „mordet“. Damit die Spieler gegen den Zahnbürstenmörder eine Chance haben und ihn fassen, bevor sie selbst zum Opfer werden, kommt es auf Teamwork und Kommunikation unter den Jugendlichen an!

Die Rollen beim Zahnbürstenmörder

Neben der Tatwaffe (einer Zahnbürste) braucht man für das Unterhaltungsspiel natürlich auch die Mitspieler. Unter ihnen gibt es allerdings verschiedene Rollen:

  • Zum einen gibt es den Spielleiter, der den Zahnbürstenmörder auswählt (ohne dass ein anderer Mitspieler davon erfährt).
  • Zum anderen gibt es dann natürlich noch den Zahnbürstenmörder und
  • die Mitspieler, die vermutlich schon bald zu seinen Opfern zählen.

Damit der Mörder und die übrigen Mitspieler überhaupt eine Chance haben, das Spiel zu gewinnen, sollten die Mitspieler aus mindestens 8 Personen bestehen. Je mehr Spieler aber mitmachen, desto lustiger ist das Unterhaltungsspiel! Allerdings gilt auch: Je mehr Spieler dabei sind, desto länger kann das Spiel dauern …

Der Spielablauf zum Zahnbürstenmörder

Das Spiel beginnt in dem Moment, in dem der Spielleiter den Zahnbürstenmörder auswählt. Dazu überreicht der Spielleiter die Tatwaffe, die der Zahnbürstenmörder vor den anderen Spielern zunächst versteckt.

Der Zahnbürstenmörder kann seine Opfer „töten“, indem er ihnen die Zahnbürste zeigt. Dabei gibt es aber eine goldene Regel: Kein anderer Spieler darf das sehen! Zeigt der Zahnbürstenmörder also einem Spieler die Zahnbürste und wird dabei von einem weiteren Mitspieler gesehen, ist der Täter entlarvt und das Spiel vorbei. Eine Ausnahme gibt es aber: In Anwesenheit von „Toten“, kann der Zahnbürstenmörder seine Zahnbürste zücken. Denn bekanntlich sprechen Tote nicht – und können ihn auch nicht verraten. Außerdem wissen sie ja auch bereits, wer der (oder ihr eigener) Mörder ist.

Der Zahnbürstenmörder hält den Spielleiter immer wieder (unter vier Augen) auf dem Laufenden, wer ihm schon alles zum Opfer gefallen ist. Mit etwas zeitlichem Abstand zum Mord gibt der Spielleiter allen anderen Spielern bekannt, wen der Mörder auf dem Gewissen hat. Direkt nach dem „Mord“ sollte das aber nicht passieren. Denn sonst könnten die übrigen Mitspieler schnell erraten, wer gerade zu zweit unterwegs war – und entsprechen der Mörder sein muss. Die Opfer dürfen übrigens nicht mehr mitspielen. Außerdem ist es ihnen verboten, Hinweise auf den Mörder zu liefern. Auch wichtig: Sie sollten sich auch aus Diskussionen um den Zahnbürstenmörder raushalten, wenn der Spielleiter den Mord an ihnen noch nicht bekannt gegeben hat.

Die übrigen Mitspieler müssen versuchen, den Täter zu schnappen. Das läuft über Diskussionen und einen Mehrheitsbeschluss. Die Mitspieler beraten sich also, wer der Mörder sein könnte. Sobald die Mehrheit für einen Mitspieler stimmt, teilen sie diesen dem Spielleiter mit. Daraufhin klärt der Spielleiter auf, ob es sich bei dem Verdacht tatsächlich um den Zahnbürstenmörder handelt oder um einen unschuldigen Mitspieler. So oder so: Dieser Spieler ist nun auch „tot“.

Anzeige

Im weiteren Spielverlauf gibt es nun zwei Möglichkeiten:

  1. Der Zahnbürstenmörder ist gefasst und verurteilt. In dem Fall haben die Mitspieler gewonnen und das Spiel ist vorbei.
  2. Der Verurteilte war ein unschuldiger Mitspieler. Der Zahnbürstenmörder ist also noch auf freiem Fuß und mordet munter weiter.

Das Morden, Anschuldigen und Verurteilen geht so lange weiter, bis entweder der Mörder alle Mitspieler erwischt hat – oder die Mitspieler den Mörder überführt haben. Je nachdem wie geschickt sich der Zahnbürstenmörder anstellt, kann das Spiel sogar mehrere Tage dauern.

Die Regeln für den „Mörder“ und die Mitspieler im Überblick

Für Mörder und Mitspieler gibt es ganz klare Regeln, ohne die das Unterhaltungsspiel nicht funktioniert:

  • Kein lebender Mitspieler darf sehen, wie der Mörder seinem Opfer die Zahnbürste zeigt. Sonst hätte der Mörder das Spiel verloren.
  • Der Mörder kann sein Opfer aber auch dann töten, wenn außer den beiden noch andere bereits „getötete“ Mitspieler anwesend sind.
  • Die Spieler sind ein Team und diskutieren gemeinsam über den möglichen Täter. Durch Mehrheitsbeschluss können sie ihren Verdächtigen beim Spielleiter anschuldigen.
  • Getötete Mitspieler verraten nicht ohne Aufforderung des Spielleiters, dass sie bereits zu den Opfern gehören.
  • Getötete Mitspieler, die noch nicht namentlich bekannt sind, geben sich bei den Diskussionsrunden neutral!

In meiner Teenie-Zeit durfte ich übrigens jedes Jahr zu einer Jugendfreizeit mit. Von dort kenne ich nicht nur das Spiel um den Zahnbürstenmörder, sondern auch das Unterhaltungsspiel „Es wird Nacht in Palermo„. Auch bei dem Spiel geht es darum, in der Gruppe die Täter (Mafiosi) zu fassen. Allerdings ist das Spiel nach ein paar Runden aus. Im Gegensatz zum Zahnbürstenmörder dauert es also nicht mehrere Tage und lässt sich zum Beispiel auch gut und gerne bei einer Party zu Hause spielen.

 

Foto: pixabay.com © Engin_Akyurt (CC0 Creative Commons)

 

No Comments

Leave a Comment