Social Media Marketing Strategie entwickeln

In 3 Schritten die Social Media Marketing Strategie entwickeln

Einfach bei Facebook, Twitter & Co. anmelden, posten, was das Zeug hält und hoffen, dass die Kunden darauf „abfahren“. Das ist die vermutlich schlechteste Variante für das Social Media Marketing im Unternehmen! Beim Social Media Marketing handelt es sich um ein hochkommunikatives Medium. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen eine Social Media Marketing Strategie entwickeln, bevor sie aktiv werden. Worauf Unternehmen achten sollten, wenn sie eine Social Media Marketing Strategie entwickeln, stellt dieser Beitrag vor.

Das Web 2.0 bietet zahlreiche Möglichkeiten, um die externe Unternehmenskommunikation auszubauen und voranzutreiben. Das Social Media Marketing kann eine verhältnismäßig kostengünstige Variante sein, um

  • in kurzer Zeit
  • eine breite Masse anzusprechen,
  • die Reichweite und den Bekanntheitsgrad zu steigern und
  • neue Kunden zu gewinnen.

Um das zu realisieren, sollten Unternehmen allerdings eine gut durchdachte Social Media Marketing Strategie entwickeln. Denn bei falscher Handhabe, können die Gefahren von Social Media Marketing zu verheerenden Folgen führen.

Ziele formulieren und eine Social Media Marketing Strategie entwickeln

Wie auch bei anderen Strategien steht bei der Social Media Marketing Strategie die Langfristigkeit im Vordergrund. Das heißt, dass sie über einen langen Zeitraum umgesetzt werden soll. Um die langfristige Ausrichtung zu sichern, hilft ein formuliertes Konzept, das neben der Strategie auch Ziele enthält. Dabei gilt, dass erst das Ziel feststeht („Was wollen wir machen?“) und darauf die Strategie folgt („Wie wollen wir unser Ziel erreichen?“). Wer also eine Social Media Marketing Strategie entwickeln möchte, sollte zunächst die konkreten Ziele formulieren.

Ziele formulieren

Ein Ziel sollte SMART sein. Das heißt, es ist spezifisch, messbar, annehmbar, realisierbar und terminiert. Vorgaben wie „Wir wollen unseren Bekanntheitsgrad steigern“, sind also kein Ziel. Hier würden Messbarkeit und Terminierung fehlen. An diesem Beispiel wäre eine gute Zielformulierung „Wir wollen unseren Bekanntheitsgrad um 15 % steigern bis zum 31.12.2017“.

Social Media Marketing Strategie entwickeln: Die Basics

Nachdem die (Marketing-) Ziele formuliert sind, geht es um die Planung zur Zielerreichung. Die Social Media Strategie entwickeln bedeutet nichts anderes, als die Maßnahmen zur Zielerreichung zu definieren. Also das „WAS“ in das „WIE“ zu überführen. Teil der Strategie sind zum Beispiel

  • die Wahl des Social Media Kanals
  • das Content Management
  • das Kommunikationsverhalten

In 3 Schritten die Social Media Marketing Strategie entwickeln

Wer eine Social Media Marketing Strategie entwickeln möchte, kann in nur 3 Schritten die passende Strategie zur Zielerreichung definieren. Gerade für kleinere Unternehmen können diese 3 wesentlichen Schritte bereits zum gewünschten Erfolg führen. Allerdings gilt jederzeit: Die Social Media Marketing Strategie dient zur Erfüllung der Social Media Marketing Ziele. Und diese sind immer den Unternehmenszielen untergeordnet!

Schritt 1: Den richtigen Kanal auswählen

Im Social Media Marketing können Unternehmen unterschiedliche Kanäle nutzen. Je nach Plattform stehen verschiedene Zielgruppen im Vordergrund, worauf bei der Wahl geachtet werden sollte. Wenn man eine Social Media Marketing Strategie entwickeln möchte, sollten zunächst die gängigsten Plattformen bekannt sein. Die folgenden 5 Social Media Kanäle gelten als beliebte Netzwerke, die sich auch im Social Media Marketing durchsetzen konnten:

  • XING und LinkedIn sind Business-Netzwerke, die sich vor allem für B2B-Kommunikation eignen.
  • Twitter ist ein Kurznachrichtendienst, bei dem Tweets für kurze News genutzt werden.
  • Facebook wird primär durch Privatpersonen genutzt und richtet sich daher im Social Media Marketing an die Endkunden.
  • Instagram ist vergleichbar mit Facebook. Allerdings stehen hier Bilder / Fotos im Fokus, wobei auf lange Texte verzichtet wird. Außerdem kann man keine Links zu Beiträgen der Homepage in den Posts verbreiten.
  • YouTube ist ein Kanal, über den Videos geteilt werden. Ziel von YouTube ist, die Nutzer zu informieren und inspirieren, weshalb die Kreativität im Vordergrund ist.

Während Unternehmen ihre Social Media Marketing Strategie entwickeln und ihren Kanal / ihre Kanäle auswählen, sollte

  1. die Zielgruppe klar definiert sein (Endkunde, Lieferanten oder B2B-Kunden?) und
  2. das geplante Content Management mindestens grob formuliert sein (stehen Text, Bilder oder Videos im Fokus?).

Ein hilfreiches Instrument zur Definition des Kanals kann eine simple Tabelle sein. Hier kann man

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  • die gewünschten Kanäle mit Vor- und Nachteilen auflisten,
  • den groben Ablauf zur Nutzung hinterlegen und
  • die eigenen Bedürfnisse gegenüberstellen.

So lassen sich nützliche Kanäle bestimmen und unpassende leichter ausschließen.

Schritt 2: Das Content Management bestimmen

Im Content Management sind vor allem zwei Themen relevant: Der Inhalt und die Leseransprache:

  • Für die Festlegung der Inhalte bietet sich zum Beispiel ein Redaktionsplan an. Hier können Unternehmen zum Beispiel definieren, ob alle Blogbeiträge gepostet werden sollen oder ob nur ausgewählte Beiträge geteilt werden. Zusätzlich kann man festlegen, ob neben Links auch Fotos oder Rabattaktionen kommuniziert werden sollen.
  • Die Leseransprache sollte je Kanal gut durchdacht sein. Wählt man das „Du“ oder das „Sie“ – oder verzichtet man vollständig auf die direkte Ansprache? Tipp: In den sozialen Medien ist eine direkte Leseransprache oft besser. Immerhin handelt es sich um Marketingkanäle, bei denen der direkte Kundenkontakt im Fokus ist!

Schritt 3: Das Kommunikationsverhalten definieren

In den hochkommunikativen Medien ist die Definition des Kommunikationsverhaltens extrem wichtig. Dabei sollte man speziell zwei Formen im Auge behalten:

  1. Da Kommunikationsverhalten beim Kommentieren von Nutzerbeiträgen durch zuständige Mitarbeiter des Unternehmens.
  2. Das allgemeine Verhalten von Mitarbeitern in jeglichen sozialen Netzwerken.

Grundsätzlich gilt: Auf Nutzerkommentare sollten Unternehmen immer reagieren. Auf positive und negative! Die Kommunikation soll nicht nur unter den Nutzern und Kunden erfolgen, sondern zwischen Unternehmen und Kunden. Reagiert das Unternehmen nicht auf Nutzerkommentare, kann das Desinteresse signalisieren – und man verliert (potenzielle neue) Kunden und „Fans“. Negative Kommentare hingegen können sich zu Shitstorms ausweiten und dem Unternehmen damit nachhaltig schaden.

Sicher ist es jedem Mitarbeiter selbst überlassen, was er in seiner Freizeit macht. „Falsches“ Verhalten von Mitarbeiter im Internet kann sich negativ auf das Unternehmensimage auswirken. Daher empfiehlt sich auch in jedem Unternehmen, eine Richtlinie zum korrekten Verhalten im Netz aufzusetzen.

Social Media Marketing Strategie entwickeln, implementieren und steuern

Die Social Media Marketing Strategie entwickeln ist der erste Schritt für ein erfolgreiches Social Media Marketing. Nach der Strategieumsetzung gilt jedoch, die Strategie kontinuierlich zu messen und analysieren. Möglicherweise lassen sich aus Nutzerverhalten und Kommunikationsverhalten Maßnahmen ableiten, die einen höheren Erfolg mit sich bringen.

 

Foto: pixabay.com © geralt (CC0 Creative Commons)

 

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