Schnorcheltipps Malediven: 9 Tipps für Anfänger

Wer die prächtige Unterwasserwelt der Malediven erkunden möchte, kann das bereits nur mit einem Schnorchel und einer Taucherbrille bestückt realisieren. Damit das Schnorcheln aber wirklich Freude bereitet, sollte man einige Tipps beachten. Zum Beispiel unsere 9 Schnorcheltipps Malediven für Anfänger.

Schnorcheltipps Malediven

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Schnorcheltipps Malediven #1: Nicht anfassen, nur gucken!

Das gilt nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Korallen am Riff. Dafür gibt es auch gute, aber vor allem unterschiedliche, Gründe:

  • Gefährliche Tiere wie Haie oder Stechrochen können sich durch das Berühren bedroht fühlen. Dadurch können sie in eine Verteidigungshaltung übergehen, aggressiv werden und ihren vermeintlichen Gegner angreifen.
  • Zwischen den Riffspalten verbergen sich zum Beispiel auch gerne Muränen, um hier auf ihre Beute zu lauern. Hangelt man sich mit der Hand entlang des Riffs, kann die Muräne Hand und Finger mit ihrer Beute verwechseln, hervorschnellen und zubeißen.
  • Korallen am Riff können zu Schnittverletzungen führen, weshalb man von ihnen auch die Finger weglassen sollte.

Damit man nicht doch in Versuchung kommt die Unterwasserwelt mit den Händen zu erkunden gibt es einen einfachen Trick: Während man schwerelos im Indischen Ozean treibt, die Hände einfach über Kreuz auf die Schultern legen. Allein mit den Taucherflossen hat man ausreichend Kraft und Koordinationsmöglichkeit, um den Schnorchelgang in vollen Zügen zu genießen!

Schnorcheltipps Malediven #2: Nicht ohne Flossen Schnorcheln!

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Taucherflossen sind auch für Schnorchler sehr wichtig. Diese bringen beim Schnorcheln auch direkt zwei Vorteile mit sich:

  1. Zum einen kann man kann sich besser treiben lassen. Das ist zum Beispiel auch für den ersten Tipp besonders wertvoll.
  2. Zum anderen ist das Schnorcheln mit Taucherflossen weniger anstrengend. Die Flossen gleichen aus, wodurch man gut vor sich hin dümpeln kann und geben kraftvollen Schwung durch nur geringe Bewegung und weniger Anstrengung.

 

Schnorcheltipps Malediven #3: Nicht gegen die Strömung kämpfen!

Wer in eine Strömung gerät sollte grundsätzlich Ruhe bewahren und nicht panisch werden. In Strömungen helfen übrigens auch die Flossen, die man beim Schnorcheln immer tragen sollte. Sie unterstützen das Vorankommen, ohne dass man sich vollkommen überanstrengt. Dennoch gilt, dass man nicht gegen die Strömung ankämpfen soll – auch nicht mit Flossen. Egal wie sportlich oder trainiert man ist: Die Chancen, gegen die Strömung anzukommen, sind nahezu null. Stattdessen sollte man sich mit der Strömung mittreiben lassen, sich erkenntlich für die Leute am Strand machen und möglichst versuchen, schräg aus der Strömung hinaus zu gelangen – immer mit Ruhe und Gelassenheit!

Schnorcheltipps Malediven #4: Einfach treiben lassen!

Wer rumplanscht, dauernd die Flossen schlägt oder wild mit den Armen rudert, vertreibt die Fische. Anstatt schnell voran zu kommen, sollte man sich treiben lassen und die Schönheit am Riff genießen. Am besten gelingt das, indem Schnorchler die Arme vor dem Brustkorb über Kreuz eng am Körper anlegen. So kommt man gar nicht erst auf die Idee, mit den Armen zu rudern. Für das Treiben mit den Flossen kann man schon mit sanften Bewegungen und leichten Flossenschlägen in Seelenruhe durch das Riff  seine Runden ziehen.

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Schnorcheltipps Malediven #5: Schnorcheln, nicht spazieren gehen!

Wer sich am Riff aufhält ist manchmal versucht aufzustehen. Wer keine Flossen trägt kann sich allerdings an den Korallen seine Fußsohlen aufschneiden. Blutige Wunden an Füßen und Waden sah ich nicht nur ein Mal auf den Malediven. Spaziergänger auf dem Riff sah ich gleichermaßen, wie deren Verletzungen danach. Aber nicht nur eigene Verletzungen haben die Spaziergänge auf dem Riff zur Folge. Auch das Riff selbst leidet enorm darunter. Die Spaziergänger verletzen Korallen, brechen diese ab – und töten damit den Lebensraum der der Meeresbewohner am Riff ab. Auf lange Sicht betrachtet können „Spaziergänger auf dem Riff“ die prächtige Unterwasserwelt mit ihren schillernden Farben und unendlich wirkenden Lebewesen vollständig abtöten. Dann macht das Schnorcheln nur noch wenig Freude, denn außer abgestorbenen farblosen Korallen ist am Riff dann nichts anderes mehr zu sehen. Es dauert nämlich Jahre bis Jahrzehnte, bis sich das Riff von Zerstörung wieder erholt, die Korallen sprießen und die bunten Fische zurückkehren.

Schnorcheltipps Malediven #6: Füttern verboten!

Uch durfte beobachten wie ein Mann blutige Fischreste am Angelhaken befestigte und ins Wasser ließ. Er wollte uns zeigen, was die kleinen Baby Riffhaie damit machen. Binnen Sekunden hing ein kleiner Hai an der Angel, verbiss sich aufs Extremste und schlug mit seinem Körper und all seiner Kraft um sich. Zu diesem Zeitpunkt waren weder Schwimmer noch Schnorchler in der Nähe und die Abenddämmerung läutete auch das Ende des Tages ein. Daher ging durch die kleine Demonstration auch keine Gefahr aus. Füttert man jedoch die Riffhaie, schürt man ihr aggressives Jagdverhalten. Und mitten im Blutrausch machen die Babys womöglich auch keinen Unterschied, ob es sich bei der Beute um einen Fisch oder um eine menschliche Wade handelt. Durch eine Fütterungsaktion würde man also nicht nur sich selbst, sondern auch andere Schwimmer und Schnorchler in große Gefahr bringen.

Schnorcheltipps Malediven #7: Beim Tauchlehrer informieren!

Nicht nur Anfänger und Unerfahrene sollten sich kurz mit dem Tauchlehrer unterhalten. Auch Schnorchler, die schon häufig in die Unterwasserwelt abtauchen durften, können ruhig das Gespräch mit dem Tauchlehrer  suchen. Dieser kennt das Hausriff nämlich meist wie seine Westentasche. Er kennt die Gefahren, weiß wo und wann es zu gefährlichen Strömungen kommen kann und welchen Tieren man aus dem Weg gehen sollte.

Schnorcheltipps Malediven #8: Einen Schnorchelkurs besuchen!

Wer noch nicht oft Schnorcheln war und blutiger Anfänger ist, sollte unbedingt einen Schnorchelkurs auf seiner Urlaubsinsel. Wer All inklusive gebucht hat (und das rate ich jedem, der auf den Malediven Urlaub macht) hat den Kurs oft schon im All In Programm mit drin. Hier bekommt man Tipps zum richtigen Verhalten am Riff und zum Umgang mit der Schnorchelausrüstung. Das fängt schon beim richtigen Aufsetzen der Taucherbrille an und beinhaltet meist noch das Aussprühen von Wasser aus dem Schnorchel oder das Säubern der beschlagenen Taucherbrille ohne sie beim Schnorcheln abnehmen zu müssen. Das übt man dann gemeinsam mit dem Tauchlehrer und bereitet sich damit gut auf das Schnorcheln vor.

Schnorcheltipps Malediven #9: T-Shirt tragen!

Inmitten der prächtigen Unterwasserwelt der Malediven vergisst man gerne die Zeit. So kann es passieren, dass man stundenlang im Wasser treibt und die bunte Artenvielfalt bestaunt. Die heiße Sonne über einem bemerkt man dabei oft auch nicht mehr. Doch sie scheint hell und kraftvoll – und kann einen schmerzhaften Sonnenbrand nach sich ziehen. Daher sollte man zum Schnorcheln immer ein T-Shirt tragen, um Sonnenbrand zu vermeiden. Das ersetzt zwar nicht die Pausen, die man an Land im Schatten immer wieder einlegen sollte. Doch zumindest ist man besser geschützt als nur mit freiem Oberkörper.

Mehr Beiträge für die Malediven gibt´s zum Beispiel über das Hausriff Velidhu oder meinen persönlichen Reisebericht zur Barfußinsel.

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