Mit Salz und Pfeffer? Oder was fällt einem sonst ein wenn man hört, dass manche Mütter ihre Plazenta essen?

Die Plazenta essen ist ein Thema, mit dem sich tatächlich viele Schwangere beschäftigen. Denn angeblich soll der Verzehr vom Mutterkuchen Depressionen im Wochenbett helfen. Und auch sonst soll die Aktion noch weitere positive Effekte haben …

Plazenta essen

Was genau ist die Plazenta?

Für alle die nicht wissen was genau sich hinter der Plazenta verbirgt, hier eine kurze Erklärung dazu:

Die Plazenta kennt man auch unter dem Begriff „Mutterkuchen“. Sie ist ein Organ, das die Stoffwechsel- und Nährprodukte zwischen Mutter und (ungeborenem) Kind austauscht. Auch die Bildung von Hormonen gehört zu den Aufgaben der Plazenta.

Nach der Geburt benötigt der weibliche Körper die Funktion der Plazenta nicht mehr. Deshalb scheidet er den Mutterkuchen auch aus. Hier spricht man dann übrigens auch von der Nachgeburt.

Warum möchten manche Frauen ihre Plazenta essen?

Wie bei so vielen andere Dingen im Leben auch, ist das Plazenta essen vor allem durch Promis salonfähig gemacht worden. Vorbilder wie Kim und Kourtney Kardashian haben wesentlich dazu beigetragen, dass hier ein Trend heranwächst. Aber nicht nur das Nacheifern von Promis ist der Grund, warum immer mehr Frauen nach der Geburt vom Kind ihre Plazenta essen möchten. Auch die positiven Auswirkungen, die man dem Trend nachsagt, tragen ein großes Stück dazu bei. Denn das Essen vom Mutterkuchen soll zum Beispiel

  • Wochenbettdepressionen vermeiden,
  • die Milchproduktion steigern und
  • das Immunsystem stärken.

Doch Vorsicht: Bei diesen (und weiteren) vermeintlich positiven Effekten handelt es sich um reines Hörensagen. Im Juni 2015 berichtete bereits Spiegel Online ausführlich dazu und klärte auf, dass die positiven Auswirkungen durch das Plazenta essen in keiner Weise wissenschaftlich fundiert oder bestätigt sind!

Was Eltern mit der Plazenta sonst noch anstellen …

Neben dem Plazenta essen, das vor allem in den letzten zwei bis drei Jahren immer beliebter wurde, „verarbeiten“ frisch gebackene Eltern die Nachgeburt auf unterschiedliche Weise. Wer seine Plazenta nach der Geburt weder essen, noch entsorgen möchte, kann zum Beispiel auch

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  1. die Plazenta zu Globuli verarbeiten lassen oder
  2. den Mutterkuchen vergraben, um einen Lebensbaum darüber zu pflanzen.

Beides sind Dinge, die junge Eltern nicht erst seit kurzem mit der Plazenta machen. Doch egal wofür man sich am Ende entscheidet … Eines sollte man unbedingt bedenken:

Wer die Plazenta essen oder Globuli zum Verzehr aus ihr machen lassen möchte, sollte sich vor Augen halten, dass

  • die positive Wirkung nicht belegt ist und
  • gesundheitliche Risiken und Schäden (noch) nicht ausreichend erforscht sind.

Es kann also gut sein, dass man sich damit leichtfertig einer Gefahr hingibt, ohne es wirklich zu wissen.

 

Foto: pixabay.com © SeppH (CC0 Creative Commons)

 

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