Neurasan Erfahrung: Mein persönlicher Erfahrungsbericht

Gefühlschaos, Höhen und Tiefen: Meine Neurasan Erfahrung bietet eine regelrechte Berg- und Talfahrt. Bevor mein Mann und ich das „Projekt Baby“ angingen, wollte ich Nichtraucherin sein. Einen Entzug während der Schwangerschaft schätzte ich unrealistisch ein. Heute weiß ich, warum ich da vielleicht gar nicht mal so falsch lag …

pixabay.com © Myriams-Fotos (CC0 Public Domain)

Der Auftakt zum Nichtraucher-Projekt

Für Mitte Juni 2016 konnte ich einen der heißbegehrten Plätze für eine Neurasan Behandlung in Berlin ergattern. Also machten mein Mann und ich uns auf den Weg in die Metropole. Von Stuttgart nach Berlin für eine 1- bis 2-stündige Behandlung. Nach der längeren Anfahrt machten wir nicht mehr viel am Abend. Wir gingen essen und früh schlafen. Immerhin stand der Neurasan Termin recht früh am nächsten Morgen an. Und dort mussten wir mit den Öffentlichen auch erst einmal hinkommen.

Am nächsten Morgen rauchte ich wie gewohnt meine mitgebrachten Zigaretten. Nicht mehr oder weniger als sonst. Als wir in der City ankamen suchten wir uns dann als erstes ein kleines Lokal zum Frühstücken. Ganz in der Nähe der Neurasan Räumlichkeiten. Hier wurde ich dann doch etwas nervöser und rauchte vor und nach dem Frühstück spürbar mehr als sonst. Warum das so war kann ich nicht erklären. Nach dem Frühstück gingen wir dann zum Neurasan Gebäude. Es war nicht zu übersehen, denn vor dem Eingang, um ein unscheinbares Schild herum, standen zahlreiche Raucher und qualmten, was das Zeug hielt. Diese Leute hatten alle die gleiche Mission wie ich. Und sie zeigten alle das gleiche Verhalten wie ich. Rauchen „auf Teufel komm raus“.

Meine Neurasan Erfahrung und wie ich die Behandlung erlebte

Zu Beginn der meiner Neurasan Erfahrung saßen alle Raucher (inklusive ihrer Begleitung) in einem Raum. Dort hörten wir zu, wie über die Neurasan Behandlung aufgeklärt wurde, was uns erwarten würde und wie wir uns verhalten sollten. Ein Hinweis war der, dass man bei großem Verlangen nach einer Zigarette im Anschluss an die Behandlung zum Nachspritzen kommen soll. Aber bloß nicht nachgeben und rauchen!

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Der Reihe nach wurden Grüppchen aufgerufen. So verließen nach und nach immer wieder fünf Personen den Raum und gingen tapfer in die Neurasan Behandlung. Irgendwann traf es dann auch mich. Mutig ging ich in das Behandlungszimmer, füllte ein paar Unterlagen aus und setzte mich schließlich auf einen Stuhl. Ein netter Herr mit Spritze in der Hand erklärte mir, dass er nun ein paar Nadelstiche setzt. Ich bekam 7 Nadelstiche jeweils ins linke und rechte Ohr. Anschließend setzte ich mich auf eine Pritsche und drückte mir Papiertücher auf die Ohren. Das sollte helfen, Schwellungen und blaue Flecke zu verhindern. Was genau die Spritze enthielt weiß ich übrigens leider nicht. Aber es half. Irgendwie.

Vom Höhenflug und freien Fall

Im Anschluss an die Neurasan Behandlung machten mein Mann und ich uns einen schönen Tag in Berlin. Wir gingen mittags im Hardrock Café essen, bummelten durch die Stadt, füllten unseren Nespresso-Vorrat für zu Hause auf und ließen den Abend bei Tony Roma´s ausklingen. Ich trank literweise stilles Wasser (immer wenn ich an eine Zigarette oder ans Rauchen dachte). Abgesehen davon ging es mir aber super. Keine Nervosität, keine innere Unruhe und kein massives Rauchverlangen. Es fühlte sich klasse an und mein Mann und ich waren beide optimistisch, dass das Rauchen aufhören ganz toll klappen würde. Nach dem Hoch folgte jedoch das Tief.

Am zweiten Tag nach der Neurasan Behandlung ging es zurück nach Hause. Während der 7-stündigen Autofahrt wurde ich zunehmend quängeliger. Alles nervte mich und ich wollte eine rauchen. Am Abend waren wir auf dem Geburtstag von meinem Papa. Nach circa 10 Minuten brach ich plötzlich in Tränen aus und wollte einfach nur heim und mich im Bett verkriechen. Schluchzend saß ich dann im Bett. Wütend, traurig, frustriert. Meinen absoluten Tiefpunkt bei meinner Neurasan Erfahrung erreichte ich, als ich mit meinem Mann über Scheidung sprach. In meinem süchtigen Hirn war das die einzige Möglichkeit, um wieder rauchen zu können. Natürlich ließen wir uns nicht scheiden. Mein Nichtraucher-Ehemann durchlebte allerdings den Entzug 1:1 mit mir mit. Er war nachsichtig, verständnisvoll und ließ mir den Freiraum den ich brauchte.

Mein Fazit zur Neurasan Erfahrung

Es dauerte gut eine Woche, bis ich mich in mein neues Leben als Nichtraucher eingelebt hatte. Am schlimmsten war dabei der zweite Tag im nackten Entzug. Danach war zwar der Wunsch nach einer Zigarette auch immer wieder präsent, doch das dramatische Gefühlschaos mit Gedanken an Scheidung blieb aus. Meine Neurasan Erfahrung ist also sehr durchwachsen. Was auf jeden Fall zutrifft: Ich hatte keine körperlichen Entzugserscheinungen! Das erleichterte den Weg zum Nichtraucher deutlich. Einzig mein Kopf wollte nicht so ganz mitspielen. Und sicher habe ich auch den einen oder andern Fehler im Anschluss an die Behandlung gemacht. Sollte ich jemals wieder eine weitere Neurasan Erfahrung sammeln müssen (bzw. wollen), würde ich einige Tipps beherzigen. Welche das sind, verrate ich bald in einem anderen Beitrag.

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