Meine ersten Schritte als Texterin auf dem „freien Markt“

Mich hat inzwischen die eine oder andere Nachricht erreicht, wie ich als Texterin auf dem „freien Markt“ Fuß gefasst habe. In einem anderen Beitrag hatte ich über meine Erfahrungen mit Textbörsen geschrieben (zum Beitrag geht´s hier entlang). Nun gehe ich weiter und erzähle, wie ich mich von den Textbörsen löste …

Texterin

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Mein Umbruch – und Aufbruch ins Abenteuer Texterin

Schnell war mir klar, dass die Textbörsen nichts für mich sind. Die Briefings waren teilweise schlicht verwirrend, die Bezahlung im Verhältnis zum Aufwand unter aller Kanone und das Feedback so gut wie nicht vorhanden. Also machte ich, was vermutlich alle anderen auch als erstes machen: Ich fuchste mich mal wieder durch das www. Dabei schaute ich gezielt nach zwei Kategorien

  1. „freie Marktplätze“ und
  2. Social Media Relevanz.

Meine eigene Homepage

Als Selbstständige wollte ich natürlich auch im Internet präsent sein. Vor allem, weil ich mich als Texterin allmählich auf SEO-Texte spezialisierte. Da lag eine eigene Homepage nahe. Zum Glück hab ich ein paar ITler und Webdesigner im Freundes- und Bekanntenkreis, die mir spontan bei meiner Website halfen. Das war mein erster Schritt, um potenzielle Kundenakquise zu betreiben. Und tatsächlich: Bis heute werde ich immer wieder über das Kontaktformular meiner Seite angeschrieben, wodurch ich den einen oder anderen Auftrag „gewinnen“ konnte.

Virtuelle Markplätze

Die Hände in den Schoß legen und warten, bis jemand bei mir „klingelt“ … dass das – auch mit eigener Homepage – eher unrealistisch ist, war mir bewusst. Also wollte ich selbst aktiv werden. Ich suchte mich durch das Netz und fand folgende Plattformen:

  • Die Texterjobbörse ist ein Marktplatz, bei dem Auftraggeber und Auftragnehmer Gesuche und Angebote (kostenlos) einstellen können. Das Prinzip ist simpel: Jemand stellt z. B. ein Projekt ein und sucht einen Texter. Die Texter können sich dann auf das Projekt bewerben.
  • Bloggerjobs verfolgt nicht nur das gleiche Prinzip wie die Texterjobbörse, sondern wird auch von denselben Personen betrieben. Die beiden „Jobbörsen“ unterscheiden sich von der Spezialisierung voneinander. Bei Bloggerjobs werden tatsächlich Gebote und Gesuche spezialisiert auf Blogs und Blogger eingestellt (zum Beispiel auch Anzeigen auf Blogs). Die Texterjobbörse richtet sich dann mehr an das „Sonstige“ – also Texte, die nichts mit Bloggern zu tun haben.
  • Das Auge ist eine Plattform für Kreative. Hier tummeln sich nicht nur Texter, sondern auch Grafiker, Journalisten, etc. Mit einem eigenen Profil kann man Präsenz zeigen. Außerdem gibt es auch hier die Möglichkeit, Gebote und Gesuche für (Texter-) Jobs einzustellen.

Auf diesen Marktplätzen stellte ich Gesuche ein und bewarb mich auf ansprechende Ausschreibungen. Hier allerdings kurz ein ernüchterndes Fazit: Vermutlich durch die Textbörsen versaut, versuchen auch auf diesen Plattformen, Auftraggeber Texter für 1 cent je Wort zu bekommen. Erschreckend ist, dass sich einige Leute darauf einlassen. Es gibt aber auch durchaus faire Auftraggeber, die aufwandsgerecht bezahlen. Diese gilt „nur“ es, zu finden.

Kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr euren Preis vorschlagt, also der erste in der Verhandlung seid, ist eure Erfolgschance höher. Denkt daran, dass in der Regel verhandelt wird. Wenn ihr mit nur 2 Cent ins Rennen geht, landet ihr am Ende vielleicht bei 1 Cent je Wort (wobei selbst 2 Cent als Wortpreis recht gering sind – abhängig vom Projekt und Aufwand natürlich).

Die Texterin und das Social Web

Social Media gehört bei vielen zum Alltag dazu. Auch bei mir. Für meine freiberufliche Tätigkeit als Texterin hatte ich mir Accounts bei XING und Facebook eingerichtet. Den Facebook Account lege ich allerdings bald lahm. Ich pflege ihn seit Monaten nicht mehr – und das ist pures Gift. Allerdings sehe ich persönlich auch keinen Mehrwert in diesem Account. Anders verhält es sich mit XING. Über das Business Netzwerk haben mich eine Hand voll Kunden gefunden, für die ich immer wieder Aufträge übernehme.

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Weitere Möglichkeiten für Texter und ihre Kundenakquise

Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, aber eine weitere Möglichkeit ist, direkt bei Agenturen anzufragen, ob sie aktuell auf der Suche nach Textern sind.

Statt meine Kundenakquise so weiter auszubauen habe ich auf ein anderes Pferd gesetzt: Ich bin unter die Blogger gegangen und erhalte so auch immer mal wieder Aufträge (das läuft aber mehr als Hobby).

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Weshalb es hier auf meinem Blog aktuell auch etwas ruhiger geworden ist, hat einen weiteren Grund, der mit meiner Selbstständigkeit zu tun hat. Ich schreibe ein Buch! Also eigentlich ist es schon fast fertig – es fehlen noch das Lektorat und die finale Überarbeitung. Aber zum Jahresende soll es als eBook in einem Verlag veröffentlicht werden. Dazu habe ich eine eigene Seite aufgesetzt und informiere auf meinem dort integrierten Blog über die Projektfortschritte bis zur Veröffentlichung. Wer interessiert ist, wie es mit meiner Schriftstellerkarriere anläuft und auf welche Reise ich mich glattweg mit einer Trilogie (Band 1 erscheint dieses Jahr) begebe, ist natürlich herzlich eingeladen, sich auf meiner Seite (Katja Zusset – Autorin) und auf meinem dortigen Blog umzusehen.

In dem Zug überlege ich übrigens, alle Beiträge von hier, die mit dem Schreiben und meinen Erfahrungen als Texterin zu tun haben, auf meinen Autorenblog umzuziehen und detaillierter auszuarbeiten. Mit Erfahrungen aus dem echten Leben sowie Tipps und Tricks, von denen ich inzwischen vermutlich auch einiges beisteuern kann.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag etwas mehr aufklären. Falls ihr noch Fragen habt, stellt sie mir einfach. Ich versuche dann wieder so schnell wie möglich, Input zu liefern 🙂

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