Bewerbungstipps [2]: Lebenslauf

In Teil 2 der Bewerbungstipps geht es heute direkt mit dem Lebenslauf weiter. Dabei stehen Aufbau, Layout und Inhalt im Fokus …

Tipps für eine gute Bewerbung Teil 2: Der Lebenslauf

„Less is more“. Diese Devise gilt für das Design und nicht für den Inhalt im Lebenslauf. Personalchefs erhalten unzählige von Bewerbungen und sortieren vor. Und um zumindest auf den Stapel für „später“ zu kommen, sollte der Lebenslauf sehr übersichtlich und dezent sein. Zu grelle und zu viele Farben schrecken ebenso ab wie zuviel und unstrukturierter Text. Eine (seriöse) Schriftart und nur die Hauptüberschrift und die Gliederungspunkte dürfen „fett“ sein.

Wie sollte der Lebenslauf aufgebaut sein?

Bewährt hat sich die tabellarische Form. Links die Datumsangaben, rechts die Fakten. Einen Fließtext wirklich nur verwenden, wenn das ausdrücklich gefordert wird. Man muss bedenken, dass es sich beim Lebenslauf um eine reine Faktensammlung handelt. Kurze Stichworte zu den einzelnen Stationen reichen aus. Lediglich bei sehr kreativen Berufen kann sich ein „aufpimpen“ des Lebenslaufs lohnen. Ansonsten lieber spartanisch.

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Inhalt und Layout des Lebenslaufes – das, was den Personaler interessiert

Im Lebenslauf haben Bewerber die Möglichkeit, ihren bisherigen Werdegang darzustellen. Dazu gehören:

  • Hauptüberschrift: Klassischerweise steht hier „Lebenslauf“ oder der eigene Name.
  • Persönliche Daten: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind ausreichend. Staatsangehörigkeit und Nationalität können, müssen aber nicht mehr angegeben werden. Auch die Namen und Berufe der Eltern, wie es in den 80’er Jahren üblich war, sind tabu. Bei der Mailadresse ist Seriösität angesagt. „zuckermaus89@web.de“ oder biervernichter0815@gmx.com taugen eher nicht.
  • Schul- und Ausbildung: Bei der Schulbildung reicht die letzte absolvierte Schule inklusive Abschluss. Danach folgen Studium und/oder Ausbildung.
  • Berufserfahrung: Etabliert hat sich das amerikanische Modell, wonach die beruflichen Stationen chronologisch von der letzten bis zur ersten aufgeführt werden. Auch relevante Praktika und Auslandsaufenthalte werden hier aufgeführt.
  • Wehr- und Zivildienst: Mit der Abschaffung der Wehrpflicht hat sich die Angabe im Lebenslauf jedoch nicht erübrigt. Den Dienst einfach kurz auflisten, anderenfalls entstehen Lücken im Lebenslauf.
  • Zusatzqualifikationen: Hier gehört alles rein, was nicht direkt zur Berufserfahrung gehört. Also zum Beispiel Weiterbildungen, Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse und sonstige Zertifikate. Bei den Kenntnissen aber nicht nur angeben, dass man sie hat, sondern auch auf welchem Niveau. Zum Beispiel „Spanisch, Level C1“ oder „Europäischen Computerführerschein“.
  • Hobbys: Ist natürlich nicht vorgeschrieben, kann aber immer noch den ein oder anderen Pluspunkt bringen und bringt zudem eine persönliche Note in die ansonsten eher pragmatische Auflistung. Aber bitte nicht den Standard „Lesen, Sport, Kino“. Etwas Kreativität kann hier nicht schaden. Besser wäre „Safaris nach Afrika“ oder „Lesen von True-Crime-Büchern“.
  • Unterschrift: Kann man machen, muss man aber nicht. Bei schriftlichen Bewerbungen bietet es sich an. Aber bei Online-Bewerbungen geht das Ausdrucken, Unterschreiben und Einscannen des Lebenslaufs meist auf die Qualität. Dann lieber nicht unterschreiben.

Wichtig für die Reihenfolge der Informationen im Lebenslauf ist, dass nach den Adressangaben die neuesten / aktuellen Tätigkeiten zuerst aufgeführt sind. Meistens beginnen Bewerber mit dem beruflichen Werdegang, gehen dann auf Ausbildung und / oder Studium ein und beenden den Werdegang mit der schulischen Ausbildung. Nach dem WErdegang ist dann Platz für Zusätzliche Qualifikationen und die Unterschrift.

Foto: © Martina Brunow Fotografie

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