Interview mit Ines Wurbs von Shrimpskrams

Ines (35 Jahre) bloggt als Shrimpmama auf ihrem Familienblog Shrimpskrams. Seit Dezember 2016 stellt die kleine Annemarie ihr Leben auf den Kopf. Einen Einblick in ihren Alltag mit Kind gewährt sie, neben hilfreichen Tipps, auf ihrem liebevoll geführten Blog. Doch damit nicht genug! Die studierte Psychologin möchte wieder zurück ins Berufsleben: Der Aufbau ihrer eigenen Praxis für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten und die damit verbundene Familienberatung läuft auf Hochtouren. Im Interview verrät sie, wie sie aktuell, neben dem noch recht frischen Mamaglück und Familienalltag, an ihrer Selbstständigkeit arbeitet.

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Anjulie (Hochzeit, Familie & Kind): Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview nimmst! Auf Deinem Familien- und Mamablog „Shrimpskrams“ gewährst Du Einblicke in Deinen Alltag mit Deinem kleinen Terrorshrimp (Deiner kleinen Tochter). Familienzuwachs bedeutet ja zeitgleich, viele neue Erfahrungen und das Zurechtfinden im neuen Lebensabschnitt. Was hat Dich dazu angetrieben, in dieser Zeit Deinen Alltag noch zusätzlich zu „verbloggen“?

Ines (Shrimpskrams): Irgendwann stellte ich fest, dass ich auch wieder was für mich tun möchte. Das Schreiben verschafft mir etwas Mamazeit und ist eine willkommene Abwechslung. Auch wenn es wieder um Kind, Hund und Familie geht.

Anjulie (Hochzeit, Familie & Kind): Du hast mir bereits verraten, dass Du die Eröffnung einer eigenen Praxis für Kinder- und Jugendpsychologie anstrebst. Heißt das im Umkehrschluss, dass Du vor Deiner Elternzeit in Festanstellung warst? Wenn ja, erzählst Du ein bisschen darüber?

Ines (Shrimpskrams): Ich war zuvor teils angestellt, teils schon selbstständig. Aber in mobiler Form und in Wien. Ich habe für einen Verein und sehr viel in Schulen gearbeitet. Auch durfte ich Lehrlingen eines großen Unternehmens psychologisch unter die Arme greifen. Das war eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Aufgabe. Jetzt sind wir aufs Land gezogen und ich hab mit Beginn meiner Karenz alles hinter mir gelassen. Nach der Babypause starte ich also mit eigener Praxis an neuem Ort.

Anjulie (Hochzeit, Familie & Kind): Seit wann treibt Dich denn der Wunsch an, mit einer eigenen Praxis auf Deinem Spezialgebiet in die Selbstständigkeit zu gehen?

Ines (Shrimpskrams): Eigentlich seit Anfang an. Noch während meines Studiums und zahlreichen Praktika war mir klar, dass ich nicht immer in Spitälern oder Instituten arbeiten will. Ich komme aus einer Familie in der beinahe alle Selbstständige sind oder waren. Ich denke, das hat mir von Beginn an die Scheu genommen mich selbstständig zu machen.

Anjulie (Hochzeit, Familie & Kind): Du arbeitest ja gerade am Aufbau der Praxis und ebnest Deinen Weg für die Selbstständigkeit. Was genau kann man sich darunter vorstellen? Welche Schritte unternimmst Du dabei?

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Ines (Schrimpskrams): Im Moment steht der Ausbau der Räumlichkeiten an. Und natürlich die Beschaffung und Sammlung von Therapiematerial. Später folgt dann die Akquise durch Erstellung einer Homepage und Flyern/Plakaten die dann an markanten Stellen ausgehangen werden. Aber auch die ständige Weiterbildung darf in der Babypause nicht zu kurz kommen. Denn ansonsten versäumt man schnell neuste Erkenntnisse und den Anschluss.

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Anjulie (Hochzeit, Familie & Kind): Hast Du einen „Meilensteinplan“ für den Start in die Selbstständigkeit oder lässt Du Dir, ungeplant, die Zeit, die es nunmal dafür braucht?

Ines (Shrimpskrams): Ich habe das Glück mir dafür die Zeit die es braucht nehmen zu können. Ich möchte langsam starten. Eine Art softer Übergang aus der Karenz hin zur kompletten Selbstständigkeit. Ich denke das ist für Shrimpi und mich die beste Lösung um uns dann an die neuen Umstände zu gewöhnen.

Anjulie (Hochzeit, Familie & Kind): Bist Du für einen kurzen Plausch aus dem Nähkästchen zu haben? Im Rahmen Deiner Tätigkeit als Kinder- und Jugendpsychologin: Gibt es einen speziellen Fall, der Dir besonders nahe ging?

Ines (Shrimpskrams): Ja natürlich. Eigentlich alle Fälle in denen das Jugendamt im Spiel war. Wie so oft leiden die Kinder ja am meisten und die armen Würmchen können sich nicht selbst helfen. Wenn die Eltern ihren Pflichten nicht nachkommen ist es sehr schwer zu ertragen. Teilweise ist man als Psychologin in diesen Fällen leider machtlos, da gerade von den Eltern die Hilfe dringend brauchen würden oftmals keine Hilfe angenommen wird. Diese Fälle nimmt man dann schon” mit Heim“.

Anjulie (Hochzeit, Familie & Kind): Gibt es abschließend noch etwas, das Dir besonders am Herzen liegt und unseren Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

Ines (Shrimpskrams): Auch wenn Kinder ab und an richtig anstrengend sind, sei es weil sie viel weinen oder wegen irgendetwas nerven, versucht geduldig zu bleiben. Sie können sich nicht anders ausdrücken. Das ist die Kinderart um an ihr Ziel zu gelangen. Sie meinen es nicht böse.

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