Fotos für den Blog verwenden

Was man beachten muss, wenn man Bildmaterial für den eigenen Blog nutzt …

Journalist, Fotograf, Grafiker, Webdesigner, Consultant, Marketing-Experte, und so weiter, und so fort. Muss man denn als Blogger wirklich alles sein? Sollte man sich nicht primär auf seine Texte und den Unique Content konzentrieren? Sicher ist es vorteilhaft, eigene Fotos für den Blog zu nutzen. Aber für wirklich gute Bilder sollte man sich nicht nur mit der Kamera, sondern auch mit dem einen oder anderen Bildbearbeitungsprogramm auskennen. Option 1 ist also, sich in die Materie einzuarbeiten und eigenes Bildmaterial für den Blog zu nutzen. Option 2 gibt es aber auch. Und bei der kann man „fremde“ Fotos für den Blog verwenden. Allerdings sollte man auch dabei auf ein paar Dinge achten. Welche das sind, das versuche ich in hier zu klären.

Warum sollte ich überhaupt Fotos für den Blog verwenden?

Natürlich lebt der Blog von seinen Inhalten. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Text. Ansonsten kann man nämlich auch andere Medien wie Instagram oder YouTube nutzen. Aber … wie das im Leben nun mal so ist: Auch das Auge isst mit. Und genau hier kommen die Bilder ins Spiel. Man sollte also Fotos für den Blog verwenden, um den Texten ein bisschen mehr Leben einzuhauchen. Sie für den Leser also auf den ersten Blick appetitlich machen. Aber man kann auch Fotos für den Blog verwenden, um damit ganz bestimmte Ziele zu verfolgen. Zum Beispiel

  • sind Fotos von Produkten bei Empfehlungen oder Produkttests anschaulicher als der reine Text.
  • lassen sich DIY-Anleitungen durch die Nutzung von Bildern oft besser erklären.
  • lässt sich ein langer Text durch Bilder aufpeppen und damit auch besser strukturieren.
  • sagt ein Bild oft mehr als „tausend Worte“. Events, Reiseziele oder Momentaufnahmen sind also durch ein Foto oft besser eingefangen als durch einen ellenlangen Text.

Die rechtlichen Aspekte, wenn man „fremde“ Fotos für den Blog verwenden möchte

Was schon Oma gewusst hat, greift auch jetzt: „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!“ Wer fremde Fotos nutzt, ohne die Einwilligung vom Urheber davon hat, macht sich strafbar! Denn auch Fotos unterliegen (wie zum Beispiel auch Texte von Bloggern) dem Urheberrecht. Und gerade ein Blogger sollte das Thema mit dem Urheberrecht ernst nehmen. Denn als Blogger möchte man ja auch nicht, dass die mit Herzblut geschriebenen Texte einfach plump kopiert und unter anderem Namen im Netz gestreut werden.

Aber nicht nur bei fremden Fotos gibt es einiges zu beachten. Knipst man fleißig eigene Fotos für den Blog, muss man zum Beispiel darauf achten, nicht das Persönlichkeitsrecht von anderen zu verletzen. Auf der Seite der Rechtsanwälte Reichhardt und Schlotz habe ich einen ausführlichen Artikel zum Thema Fotorecht gefunden. Wer sich also im Detail informieren möchte, findet hier eine gute Adresse zum Thema „Recht am eigenen Bild“.

Kostenlose und kostenpflichtige Lösungen, wenn man „fremde“ Fotos für den Blog verwenden möchte

Wir konzentrieren uns jetzt auf die Plattformen, bei denen man „fremde“ Fotos für den Blog verwenden kann. Und das, ohne gegen das Urheberrecht zu verstoßen! Dabei gehen wir erst auf die kostenlosen Möglichkeiten ein. Anschließend stelle ich aber auch noch kurz die kostenpflichtigen Lösungen vor.

Die kostenlosen Möglichkeiten

Das Web bietet so einige Lösungen für kostenloses Bildmaterial. Aber Vorsicht: Einfach googlen und das schönste Foto nehmen, ist fatal. Denn genau mit dieser Methode rutscht man ganz schnell in die Verletzung vom Urheberrecht. Besser ist es, auf Stockbilder zuzugreifen. Dafür gibt es zwar auch kostenpflichtige Plattformen im Netz. Aber eben auch kostenlose Anbieter. Zu denen gehören zum Beispiel Pixabay und Pixelio.

Beide Anbieter sind Plattformen, bei denen man sich kostenlos Fotos (und Grafiken) downloaden kann. Ob und wie man die Fotos für den Blog verwenden kann, ist jeweils als Info zum Bild hinterlegt. Darauf sollte man auch unbedingt achten. Zum Beispiel, ob eine „freie kommerzielle Nutzung“ erlaubt ist, oder ob es eine Einschränkung für die Nutzung gibt. Hier mein Tipp: Finger weg von Bildmaterial, das eingeschränkte Nutzungsrechte hat. Denn wenn man sich nicht in der Tiefe mit dem Thema auskennt, kann man auch hier schnell in die Falle vom Verstoß gegen das Urheberrecht rutschen!

Worauf man übrigens grundsätzlich achten sollte, ist die Angabe der Quelle vom Foto. Ein Beispiel dafür steht unter meinem Beitrag. Denn auch ich weise hier aus, von wem mein (Beitrags-) Foto kommt! Noch ein kurzer Tipp, bevor es an die kostenpflichtigen Plattformen geht: Die kostenlosen Anbieter zeigen auch „Vorschaubilder“, die auf kostenpflichtigen Plattformen verfügbar sind. Bei der Bildauswahl also auch nicht bunt drauf los klicken, sondern genau schauen, was man sich da gerade für ein Foto aussucht.

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Die kostenpflichtigen Möglichkeiten

Bei den kostenpflichtigen Möglichkeiten, um „fremde“ Fotos für den Blog verwenden zu können, gibt es ebenfalls Plattformen mit Stockmaterial. Zwei davon sind zum Beispiel Fotolia und Shutterstock. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den kostenlosen Plattformen. Allerdings zahlt man (zum Beispiel über sein Paypal Konto) für die Nutzungsrechte.

Gerade bei Fotolia kann ich noch einen Tipp geben: Wer auf Social Media Plattformen das Foto für den Blog verwenden möchte, muss hier auch unbedingt das entsprechende (Social Media) Format herunterladen. In diesem Format von Fotolia sind am Bildrand die urheberrechtlichen Daten hinterlegt. Und laut Richtlinie von Fotolia müssen diese Angaben (Plattform, Lizenznummer und Urheber) im Social Web auf ihren Fotos ausgewiesen sein. Jetzt wird es übrigens tricky: Auch wenn ein Dritter auf Facebook & Co. zum Beispiel den Beitrag verlinkt und damit das von Fotolia gekaufte (Beitrags-) Foto automatisch hochlädt, müssen die Quellangaben sichtbar sein. Um auf der sicheren Seite zu stehen, sollte man also grundsätzlich auf dieses Format zurückgreifen. Oder man sucht sich alternative Lösungen …

Bevor ich auf die letzte (kostenpflichtige) Alternative eingehe, hier nochmal kurz und knapp, worauf man bei „fremden“ Fotos für den eigenen Blog achten sollte:

  1. Wie ist der Bildnachweis aufzuführen?
  2. Wo darf man die Bilder verbreiten?
  3. Gibt es eine Eingrenzung bei der Nutzung?
  4. Auf welche Besonderheiten ist zu achten (Stichwort: „AGBs“)?

Warum nicht eine Win-Win-Lösung für alle „Beteiligten“?

Zu guter Letzt gibt es noch die Möglichkeiten, direkt mit einem Fotografen zu arbeiten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann man natürlich per Anfrage und Angebot seine Rechnung für die angeforderten Bilder zahlen. Zum anderen kann man aber womöglich auch Synergien nutzen. Also Beiträge mit Bildern tauschen. Denn auch viele Fotografen führen eigene Blogs, für deren Texte sie aber oft wenig bis keine Zeit haben. Vielleicht findet sich ja so ein Partner, durch den man tolle Fotos für den Blog verwenden kann. Und zeitgleich greift man dem Fotografen noch mit seiner Blogger-Erfahrung unter die Arme. Win-Win also für alle Beteiligten!

 

Foto: © Martina Brunow Fotografie

 

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