Elternzeit Väter und der gesellschaftliche Wandel

Die Meinungen über Elternzeit Väter gehen auseinander. Während die einen es als „normal“ ansehen, halten es die anderen für vollkommen verrückt. Schließlich geht ja der Mann arbeiten und die Frau kümmert sich um die Kinder. Doch ist das wirklich so?

Elternzeit Väter pixabay.com © ambermb (CC0 Public Domain)

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Elternzeit Väter in der modernen Gesellschaft

Ich war zum Reifenwechsel in der Werkstatt meines Vertrauens. Als kleines Familienunternehmen arbeitet dort Vater, Mutter und Sohn. Der Chef (Papa), regte sich tierisch darüber auf, dass ihm bald ein Mitarbeiter wegfällt. Einer seiner Mitarbeiter kündigte nämlich Elternzeit an. Aber nicht nur für ein oder zwei Monate, sondern gleich für ein ganzes Jahr. „Was soll ich denn in dem Jahr machen? Ich bin doch auf ihn angewiesen. Seit wann ist es denn bitte normal, dass der Mann sich ums Kind kümmert – dafür gibt es doch die Mutter!“, so der Chef in seiner Verzweiflung.

Aus Unternehmenssicht ist seine Meinung sicher nachvollziehbar. Mit einer handvoll Mitarbeitern schmerzt jeder, der vorübergehend ausfällt. Doch weshalb soll der Vater auf seine Elternzeit verzichten? Nur, weil er ein Mann ist? Das Argument scheint doch eher schwach und wenig stichhaltig zu sein. In der heutigen Gesellschaft kann es nämlich durchaus sein, dass die Frau einen besser bezahlten Job hat. Da macht es nur Sinn, dass sich der Mann um das Kind kümmert. Verdienen beide in etwa gleich viel ist es auch vorstellbar, dass sich Mama und Papa die Elternzeit gleichmäßig untereinander aufteilen. Schließlich steht für viele – für Frauen wie auch für Männer – die Familie an erster Stelle.

Verschiedene Modelle für Elternzeit Väter

Elternzeit Väter sind immer mehr im Kommen. Das vermutlich beliebteste Modell ist die Wahl von zwei Monaten Elternzeit für den Papa. Dabei gibt es unterschiedliche Vorlieben, zum Beispiel

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  • 2 Monate Elternzeit ab der Geburt
  • 1 Monat Elternzeit ab der Geburt, Monat 2 nach weiteren zwölf Monaten
  • 2 Monate Elternzeit nach den ersten 12 Lebensmonaten des Babys

Natürlich steht es Vätern auch offen, die Elternzeit für ein bis drei Jahre in Anspruch zu nehmen. Hier kommt es auf die individuelle Familienplanung an und wie Vater und Mutter jeweils ihre Elternzeit aufteilen möchten (in Summe, auch gemeinsam, nicht mehr als 3 Jahre). Planung und Umsetzung sollten gut geplant sein. Auch in Sachen Elterngeld gibt es einiges, was die Eltern vorbereiten und organisieren müssen.

Welche Vor- und Nachteile können Elternzeit Väter erwarten?

Elternzeit Väter pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 Public Domain)

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Am Arbeitsmarkt gibt es einen Umschwung. Generation Baby-Boomer rückt ab, Generation X und Y gehen in die Chefetagen und Generation Z etabliert sich auf dem Arbeitsmarkt. Damit gibt es auch einen Wandel in Sachen Wertvorstellungen. Was bei den Baby-Boomern noch unvorstellbar war, spielt sich bei den folgenden Generationen als normales Bild in der Gesellschaft ein. So zum Beispiel auch das Bild der Elternzeit Väter. Doch bis Elternzeit Väter vollkommene Akzeptanz in der Gesellschaft finden, ist es vermutlich noch ein weiter Weg. Das wiederum kann Nachteile mit sich bringen. Doch auch Vorteile sind offensichtlich, sonst würden Väter schließlich nicht den Wunsch nach Elternzeit hegen.

 Vorteile für Elternzeit Väter  Nachteile für Elternzeit Väter
 Der Vater hat die Chance, sein Kind besser kennzulernen  Möglicherweise bedeutet eine längere Elternzeit das Karriereaus für Väter
 Überschneiden sich Elternzeit von Mutter und Vater, steht einer gemeinsamen Zeit für die Familie nichts im Weg  Hängt der Vater zu sehr an seinem Job, kann ihn die Zeit als Hausmann und Vater zutiefst frustrieren
Während der Elternzeit können Väter nicht nur ihr Kind und ihre Familie, sondern auch sich selbst besser kennenlernen Nach der Elternzeit können Unternehmen negativ auf den Rückkehrer reagieren

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