Dolphin Watching auf den Malediven [Erfahrungsbericht]

Stundenlang sahen wir auf den Indischen Ozean und sahen nichts weiter, als die verschiedenen Blautöne, die sich zwischen Himmel und Meer auftaten. Doch gerade als wir umkehren wollten, sahen wir ein zartes graues Schimmern unter der Wasseroberfläche. Es wurde spannend. Das Dolphin Watching erreichte schnell seinen anhaltenden Höhepunkt!

Dolphin Watching auf den Malediven

Dolphin Watching auf den Malediven

Abwechslung zur Entspannung gesucht

Während meinem Urlaub auf der Barfußinsel Velidhu suchte ich zwischen Entspannung und Erholung auch etwas Abwechslung. Die Möglichkeiten für Ausflüge bieten ein kleines Programm gegen den Inselkoller. Dazu gehören zum Beispiel

  • das Insel-Hopping, bei dem man „Land und Leute“ kennenlernt,
  • ein Ausflug auf die Hauptinsel Male mit ihrem geschäftigen Treiben,
  • Angelausflüge bei Tag und bei Nacht oder
  • Tauchgänge und Schnorchelausflüge in die bunte Unterwasserwelt.

Da wir auf Velidhu ein gigantisches Hausriff hatten, konnte ich die Unterwasserwelt der Malediven täglich erkunden. Die anderen Ausflüge reizten mich allerdings auch nicht besonders. Lediglich zwei weitere Angebote weckten mein Interesse: Das Manta Watching und das Dolphin Watching. Bei beiden Ausflügen sollte es mit dem Boot weit hinaus auf den Indischen Ozean gehen mit der Chance, die majestätischen Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Beim Manta Watching hatten wir leider kein Glück. Nicht ein Tier zeigte sich. Das sollte sich allerdings bei unserer Dolphin Watching Tour, wenn auch eher unerwartet, ändern.

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Mein Dolphin Watching im Indischen Ozean

Dolphin WatchingAm Bootssteg warteten wir gemeinsam mit einem anderen deutschen Pärchen auf die Crew, die uns zum Ausflug abholen wollte. Ansonsten waren keine weiteren Gäste zu sehen. Voller Vorfreude gingen wir also zu fünft an Board und machten es uns auf dem Sonnendeck bequem. Fern ab von Inseln und anderen Booten drehten wir aufmerksam unsere Runden im Indischen Ozean. Gespannt standen wir an der Reling und hielten Ausschau nach den Delfinen. Doch Stunde um Stunde geschah nichts. Die Wasseroberfläche blieb einzig von den sanften Wellen in Bewegung. Zwar genossen wir den Bootsausflug, doch wir verloren auch zunehmend die Hoffnung, auf einen Delfin zu stoßen. Auch die Crew machte sich für den Rückweg bereit, da das Dolphin Watching hoffnungslos schien. Während es sich die Gäste auf dem Sonnendeck wieder bequem machten, bereitete sich die Crew auf den Rückweg vor. Doch dann wurden die Crew-Mitglieder unruhig.

Die Männer stellten sich an die Reling, steckten die Köpfe zusammen und zeigten auf den Horizont. Dann riefen sie uns – wir sollten schnell kommen. Natürlich sprangen wir sofort auf, die Kamera gezückt, und stellten uns zur Crew. Kurz darauf durchbrach ein schillernd grauer Körper die Wasseroberfläche. Der Indische Ozean war auf einmal mit Leben gefüllt. Eine kleine Delphinschule präsentierte sich. Ein Tier nach dem anderen sprang aus dem Wasser, um gleich darauf wieder darin zu verschwinden. Und dann kam noch eine Schule – und noch eine. Es hörte gar nicht mehr auf. Mindestens zwanzig Tiere zählten wir, die ständig zeitglich aus dem Wasser sprangen. Das Schiff ankerte wieder und wir beobachteten eine gefühlte Ewigkeit, wie die Delphine uns umrundeten, aus dem Wasser sprangen und sich wieder in den Ozean fallen ließen.

Ein vermutlich einmaliges Erlebnis für alle

Zu unserem Glück gestanden die Crew-Mitglieder, dass auch sie etwas in der Art bisher noch nicht erlebt hatten. Daher dauerte unser Ausflug auch deutlich länger als eigentlich angesetzt. Und das nur, weil die Delfine kurz vor unserer Rückreise zur Insel sich aus dem Wasser erhoben – und uns alle vollkommen in ihren Bann zogen. Etwas vergleichbar Schönes und Faszinierendes, das aufregend und beruhigend zugleich ist, habe ich bis heute nicht noch einmal erlebt.

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