[Rezension] Das Leben ist kein Zweizeiler (Friedrich Kalpenstein)

Am 17.05.2016 erschien Friedrich Kalpensteins Roman Das Leben ist kein Zweizeiler, in dem er seine Leser in eine humorvolle Liebesgeschichte entführt. Hier erfährst Du mehr über den Protagonisten Alexander, einen ehemaligen Beststellerautoren, und seine neuesten Recherchen auf dem Münchner Single-Markt.

Die Geschichte von Alexander und seinem Rauhaardackel Leopold plätschert vor sich hin …

Das Leben ist kein Zweizeiler - Friedrich KalpensteinAutor: Friedrich Kalpenstein
Verlag: Amazon Publishing
Erscheinungsdatum: 17.05.2016
ISBN: 978-1503936447
Preise für Taschenbuch: 9,99 €

Vom Self Publisher zum Verlagsautor

Friedrich Kalpenstein lebt und arbeitet in der Nähe von Freising im Ampertal. Seine Karriere als Autor begann mit Kurzgeschichten für Kinder. Im Jahr 2012 konnte er sein erstes Kinderbuch, bestehend aus sieben Kurzgeschichten, veröffentlichen. Doch damit nicht genug: Friedrich Kalpenstein weitete sein Genre aus und verfasste humorvolle Romane in der Erwachsenenliteratur. Angefangen als Self Publisher konnte sich Friedrich Kalpenstein jedoch auch bei Amazon Publishing durchsetzen. Seit 2015 finden Leser die Romane „Ich bin Single, Kalimera“, „Wie Champagner“ und „Männerferien“ unter dem Verlag.

Worum es sich bei Das Leben ist kein Zweizeiler dreht

Der einstige Bestsellerautor Alexander, Münchner aus Leib und Seele, ist geschieden und hält sich gemeinsam mit seinem Rauhaardackel Leopold über Wasser. Ein guter Einfall für einen neuen Krimi fehlt Alexander, weshalb er sich unter einem Pseudonym mit dem Schreiben von Groschenromanen das nötige Geld in die Kasse holt. Alexanders Agent wird auch zunehmend unruhiger und stachelt Alexander an, einen neuen Krimi zu liefern. Doch Alexander hat eine andere Idee: Sein neuer Bestseller soll über einen Single handeln, der die große Liebe sucht. Um ausreichen Erfahrung am Singlemarkt zu sammeln begibt sich Alexander auf den Münchner Singlemarkt. Seine Freundin Michaela, Psychologin und Langzeitsingle, greift die Idee auf und startet ihr eigenes Projekt, bei dem sie ihrem Freund helfen möchte, seine Recherchen für den nächsten potenziellen Bestseller voranzutreiben und im gleichen Zuge an „die richtige Frau“ zu kommen.

Was den Leser bei Das Leben ist kein Zweizeiler erwartet

Friedrich Kalpenstein schlägt in Das Leben ist kein Zweizeiler einen lockeren Ton an. Der Roman lässt sich flüssig und gut lesen – und eignet sich auch für die „Unterhaltung nebenbei“. Mit 260 Seiten ist Das Leben ist kein Zweizeiler keine Lektüre, die einen erschlägt und die kurz gehaltenen Kapitel ermöglichen es leicht, den Roman an passenden Stellen zu unterbrechen. Friedrich Kalpenstein lässt den Leser das Leben des Protagonisten Alexander miterleben, der sich rein für Recherchezwecke in den Münchner Singlemarkt wirft. Natürlich erhofft sich der geschiedene Krimiautor dabei, auch die nächste „Herzdame“ zu finden. Begleitet wird Alexander dabei von seiner besten Freundin Michaela, einer Psychologin die in Alexander und seiner Single-Recherche ein persönliches Projekt sieht. Auch Rauhaardackel Leopold ist mit von der Partie, der in dem Roman nicht nur einmal herrlich vermenschlicht wird.

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Eine Besonderheit in Das Leben ist kein Zweizeiler sind die Blicke hinter die Kulissen des Bestsellerautors Alexander. Um nicht am Hungertuch zu nagen, hält er sich mit Groschenromanen über Wasser. Ausschnitte aus seinem aktuellen Projekt bekommt der Leser hautnah mit. Als Kniff und Besonderheit sind in unregelmäßigen Abständen Ausschnitte des (durchaus schlechten) Groschenromans eingefügt. Spannung oder unerwartete Wendungen findet der Leser in Das Leben ist kein Zweizeiler nicht. Allerdings ist man dazu auch im falschen Genre unterwegs.

Geschmäcker sind verschieden

Alexander Kalpenstein schreibt leserfreundlich, sodass der Roman „flüssig von der Hand geht“. Besonders nett beschrieben sind die Situationen in denen Rauhaardackel Leopold hervorsticht. Doch auch die Erfahrungen, des Protagonisten Alexander auf dem Singlemarkt sind oft herrlich humorvoll geschildert. Auch wenn es teilweise „abgedreht“ klingt sind die ungewöhnlich abstrusen Begegnungen mit anderen Singles in der Realität durchaus denkbar.

Spannung ist in dem Roman allerdings von Anfang an nicht zu erwarten. Das Ende scheint bereits zu Beginn offensichtlich zu sein und auf unterwartete Wendungen wartet man vergeblich.Die Besonderheit, dem Leser einen Einblick in Alexanders Groschenromane zu gewähren, wirkte leider oft unpassend und hätte gerne kürzer ausfallen dürfen. Zum einen ist es für die Handlung nicht relevant, zum anderen stört der schlechte Groschenroman teilweise den Lesefluss. Woran man außerdem (leider) nicht vorbeikommt sind häufige Wiederholungen einzelner Aspekte der Handlung. Zum Beispiel erfährt der Leser mehrfach, dass Alexander geschieden ist und weshalb er sich einst für „die Falsche“ entschied.

Kalpensteins Roman Das Leben ist kein Zweizeiler war nett zu lesen, war jedoch nicht fesselnd. Als abschließendes Fazit zur Rezension gibt es ein „kann, muss aber nicht!“ Daher gibt es keine Empfehlung für Das Leben ist kein Zweizeiler.

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