Bücherwurm aufgepasst: Kennst du schon die virtuellen Buchclubs?

In Zeiten des Internets könnte man fast meinen, dass der Bücherwurm vom Aussterben bedroht ist. Doch weit gegehlt: Bücherwürmer, Leseratten, Booknerds und wie sie noch genannt werden, gibt es wie Sand am Meer. Doch wie sieht es mit Buchclubs aus?

Bücherwurm

pixabay.com © MariaGodfrida (CC0 Public Domain)

Die Spezies Bücherwurm

Die Spezies Bücherwurm zeichnet sich durch seine besondere Artenvielfalt aus. Das Augenmerk sollte man dabei auf seine Nahrung legen. Der Bücherwurm nährt sich zwar grundsätzlich von Literatur. Doch hier gibt es einige Unterschiede. Angefangen bei der Nahrungsquelle selbst bevorzugt der Bücherwurm nämlich Hardcover, Taschenbuch oder eBook. Doch auch die Art der Nahrung spielt bei der Klassifizierung von Bücherwürmern eine entscheidende Rolle. Zum Beispiel bevorzugt der eine Bücherwurm Thriller, der andere historische Romane und wieder ein anderer Science Fiction. Je nach Vorliebe des Bücherwurms sucht er sich gerne zum Austausch Artgenossen, mit denen er auf Augenhöhe diskutieren kann. Ein heimisches Nest bieten ihm dabei sogenannte Buchclubs, die klassisch ablaufen können, allerdings zunehmend virtuellen Spielraum bieten.

Buchclubs früher und heute

Beim klassischen Buchclub sitzen (gleichgesinnte) Bücherwürmer beisammen und unterhalten sich über ein aktuelles Buch, das sie – meist aufgeteilt in Abschnitte – lesen. Man tauscht sich auf Augenhöhe aus, diskutiert und verbringt schöne gemeinsame Stunden miteinander. Bücherwurm sitzt Bücherwurm gegenüber. Face to Face steht also das liebgewonnene Hobby im Mittelpunkt.

Der virtuelle Buchclub ist an sich das gleiche wie der klassische Buchclub. Gleichgesinnte diskutieren über ein bestimmtes Buch. Allerdings nicht Face to Face, sondern Screen to Screen. Die Bücherwürmer müssen ihr Haus nicht verlassen, um sich mit ihren Artgenossen auszutauschen. Die Bücherdiskussionen finden stattdessen vor dem Bildschirm (Screen) statt.

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Der virtuelle Buchclub hat übrigens einen besonderen (Bei-) Namen: Das Social Reading. Im virtuellen Raum findet der Austausch über Bücher online statt. Dabei kommt man auch meist nicht um die verschiedenen Social Media Kanäle wie Facebook, Twitter & Co. herum. Ein schönes Interview zum Social Reading zwischen den „Experten“ findest du übrigens über diesen Link.

Hier fühlt sich der Bücherwurm wohl

Zwei virtuelle Buchclubs habe ich bereits selbst „getestet“. Bei Lovelybooks und Vorablesen findet der Bücherwurm jede Menge neuen Lesestoff, aber auch Gleichgesinnte, mit denen er sich per Social Reading austauschen kann.

Lovelybooks ist eine recht große Gemeinschaft, bei der Verlage, Autoren und Leser aufeinandertreffen. Die Mitglieder (Leser) können sich täglich auf Bücher bewerben, die entweder als Buchverlosung an den Mann und die Frau kommen oder im Rahmen einer Leserunde behandelt werden. Das Vorgehen ist simpel: Als registriertes Mitglied bewirbt man sich auf eine Verlosung oder Leserunde – meist durch die Beantwortung einer phantasievollen Frage. Sobald der Bewerbungszeitraum abgeschlossen ist, werden die Gewinner gelost und bekannt gegeben. Die Gewinner erhalten dann, je nach Form der Verlosung, ein eBook oder ein „klassisches Buch“ zugeschickt. Mit diesem (kostenlosen) Exemplar beteiligen sich die Gewinner dann an der Leserunde oder stellen eine Rezension zu ihrem Exemplar aus der Buchverlosung online.

Vorablesen ist eine Plattform, bei der sich registrierte Mitglieder auf Bücher bewerben können, die in den Startlöchern stehen und noch nicht veröffentlicht wurden. Vorablesen stellt Leseproben bereit, die durch die Mitglieder bewertet werden. Aufgrund dieser Bewertung kann man sich auf ein Leseexemplar „bewerben“. Der Lostopf entscheidet und die Gewinner erhalten ein Exemplar, zu dem sie später auch eine Rezension auf Vorablesen schreiben. Außerdem hat Vorablesen ein Punktesystem. Zum Beispiel gibt es für Meinungen auf Vorablesen oder für veröffentlichte Rezensionen auf unterschiedlichen Plattformen wie Amazon oder Thalia gibt es Punkte. Wer am Ende des Monats genügend Punkte hat, darf sich ein Buch aussuchen, das über Vorablesen bereits verlost wurde.

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