Definition & Abgrenzung von einem Blog

Der Blog ist nicht nur bei Privatpersonen beliebt. Auch Unternehmen nutzen Blogs für unterschiedliche Ziele und Zwecke. Welche Möglichkeiten es für Blogbetreiber gibt, wie sich Blogs grundsätzlich voneinander abgrenzen und welche Rolle der Blogger einnimmt, erfährst Du in diesem Beitrag.

Eine allgemeine Definition für den Blog

Der Begriff „Blog“ setzt sich aus den beiden Wörtern „Web“ und „Logbuch“ (Weblog) zusammen. Ein Blog listet Einträge des Bloggers auf, die klassisch nach zeitlicher Reihenfolge (chronologisch) sortiert ist. Diese Form der Darstellung erinnert an Tagebucheinträge, die auch einen guten Vergleich für einen Blog bieten. Hier sollen Erfahrungen und Erlebnisse des Autors dargestellt werden.

Die Abgrenzungen beim Blog

Beim Blog lassen sich private und gewerbliche Blogs unterscheiden. Beim privaten Blog teilt der Autor häufig persönliche Erlebnisse und Bilder. Der gewerbliche Blog hingegen hat das Ziel, mithilfe des Blogs Einnahmen zu generieren. Außerdem kann man den gewerblichen Blog weiter klassifizieren: Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, als (Klein-) Unternehmen über den Verkauf von Artikelplätzen, Bannern oder der Vorstellung von Produkten anderer Unternehmen, Einnahmen zu erzeugen. Eine andere Variante ist der sogenannte „Corporate Blog“, der in der Regel durch Unternehmen als Zusatzleistung für seine Kunden genutzt wird. Beim Corporate Blog steht nicht die direkte Generierung von Einnahmen im Vordergrund – er dient mehr als Marketingmaßnahme, um die Kunden des Unternehmens beispielsweise zu informieren oder unterhalten.

Der Blog und das Recht

Blogbetreiber müssen einige rechtliche Aspekte berücksichtigen. Beim Impressum kann man jedoch zwischen privaten und gewerblichen Blogs unterscheiden:

  • Private Blogs, die ein Blogger für familiäre oder persönliche Zwecke nutzt, sind nicht verpflichtet, ein Impressum zu führen. Anders verhält es sich jedoch, wenn der Blog eine große Internetgemeinde ansprechen soll – dann gilt die eingeschränkte Impressumspflicht, bei der Angaben über Name und Anschrift des Blogbetreibers ausreichen.
  • Der gewerbliche Blog, dem man eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellt, ist nach dem Telemediengesetz (§ 5 TMG) zu der Ausweisung eines Impressums verpflichtet. Dabei hinterlegt der Blogbetreiber zum Beispiel Daten über Unternehmensname, Inhaber, Anschrift und die Umsatzsteueridentifikationsnummer (UStID). Zusätzlich sind unterschiedliche, rechtliche Bestimmungen und Paragraphen ausgewiesen. Wer der Impressumspflicht unterliegt, findet im Internet zahlreiche Anbieter, über die man das Impressum bedarfsgerecht und kostenlos erzeugen lassen kann. Hier sollte man sich nur vor dem Einpflegen auf der Seite informieren, ob die URL (Internetadresse) des Generators im Impressum als Link mit ausweisen muss.

Zusätzlich sollten sich Blogbetreiber genauer über rechtliche Grundlagen zum Urheberrecht (für Bild und Texte) informieren, bevor er Beiträge online stellt – und im schlimmsten Fall das Urheberrecht verletzt.

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Über die Bedeutung und Rolle der Blogger

Nicht jeder Blogbetreiber verfasst seine Beiträge selbst. Sieht man sich beispielsweise Konzerne an ist das weder realistisch, noch möglich. Der Blogger kann also Blogbetreiber sein, aber auch durch einen Blogbetreiber beauftragt werden. Beim Auftraggeber ist der Blogger entweder als Angestellter eines Unternehmens aktiv oder leistet seine Dienste zum Beispiel als Freiberufler. So oder so ist es die Aufgabe des Bloggers, den Blog mit Leben zu füllen. Das heißt, er

  • erstellt Inhalte mit Unique Content,
  • achtet auf den Kundennutzen und
  • berücksichtigt die suchmaschinenfreundliche Formulierung mit relevanten Keywords (SEO).

Bei Stil und Leseransprache sollte sich der Blogger übrigens nach den Vorgaben und Standards des Blogbetreibers richten.

Üblicherweise sollte man sich jedoch auf eine leserfreundliche Ausrichtung, also auf kurze und prägnante Sätze und verständliche Worte konzentrieren. Zusätzlich sollte der Blogger jederzeit bedenken, dass Leser einen Beitrag oft nur wenige Sekunden „überfliegen“ und die wichtigsten Inhalte grob erfassen. Überschriften und unterschiedliche Darstellungsformen wie Aufzählungen oder Tabellen können also mit darüber entscheiden, ob der Leser auf dem Blog bleibt oder im Internet nach alternativen Beiträgen sucht. Bei häufigen Rechtschreib- und Grammatikfehlern im Text können Blogbetreiber und Blogger übrigens auch ihre Glaubwürdigkeit, und damit Leser, verlieren.

Vom Informieren und Unterhalten

Ob privat oder gewerblich: Blogs umfassen Beiträge, die zum Beispiel informieren, unterhalten, zum Nachdenken anregen oder den Leser zum Schmunzeln bringen. Die Differenzierung nach privater oder gewerblicher Nutzung erfolgt lediglich auf Basis der Gewinnerzielungsabsicht, die bei privaten Blogs nicht gegeben ist. Unabhängig davon versorgt der Blogger aber in jedem Fall den Blog mit Unique Content und – nach Wunsch oder bei Bedarf – auch mit SEO Content.

Foto: © Martina Brunow Fotografie

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