Bewerbungstipps [1]: Bewerbungsmappe

Über den Jahreswechsel gibt es eine 4-teilige Beitragsreihe für alle, die sich in 2018 gerne beruflich verändern möchten: Bewerbungstipps zur Bewerbungsmappe, zum Lebenslauf, zum Anschreiben – und abschließend natürlich auch zum Vorstellungsgespräch! Den Anfang macht heute die Bewerbungsmappe

Tipps für eine gute Bewerbung Teil 1: Die Bewerbungsmappe

Junge Menschen in der Ausbildung oder im Studium sind es gewohnt, sich zu bewerben. Und da sie darüber hinaus noch ziemlich technikaffin sind, stellt das Zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen kaum eine Herausforderung dar. Wie aber steht es um die „Best-Ager“ im Berufsleben, die seit 10, 20 oder 30 Jahren keine Bewerbung mehr geschrieben haben und nun vor komplett neuen Herausforderungen stehen? Im ersten Teil der kleinen Serie „Tipps für eine gute Bewerbung“ stellen wir die Bewerbungsmappe als ganzheitliches Dokument vor. Was gehört rein und worauf sollte man verzichten?

Online, per Mail oder doch lieber in Papierform?

Als erstes stellt sich die Frage, in welcher Form die Bewerbung verschickt werden soll. Auch wenn ein jeder von uns seine bevorzugte Variante hat, sollte man sich immer an die Vorgaben des potenziellen Arbeitgebers richten. In der Stellenausschreibung ist nahezu immer angegeben, ob die Unterlagen per Mail, über ein eigenes Online-Tool oder analog (in Schriftform) verschickt werden sollen. Wählen darf man nur, wenn entweder in der Anzeige nichts spezifiziert ist oder der Arbeitsgeber einem ausdrücklich die Wahl überlässt.

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Die Bewerbung als große Visitenkarte

Egal in welcher Form: Die Bewerbungsunterlagen sind unser Aushängeschild. Sozusagen als übergroße Visitenkarte zeigen sie dem Empfänger nicht nur unsere fachliche Seite, sondern vermitteln ihm auch etwas über unsere persönlichen Eigenschaften.
„Für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“ Wie wahr. Und was für den persönlichen Kontakt gilt, zählt auch bei der Bewerbung. Rechtsschreibfehler, ein erkennbar veraltetes Foto und geknickte Bewerbungsmappen hinterlassen ebenso einen schlechten Eindruck wie Flecken auf dem Papier oder das übermäßige Hantieren mit Floskeln wie „…mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige…“.

Was gehört in eine vollständige und Erfolg versprechende Bewerbung?

Es gibt hier keine mustergültige DIN-Norm und jeder Personaler tickt anders. Dennoch haben sich im Laufe der Jahre einige Strukturen etabliert. In eine vollständige Bewerbungsmappe gehören somit:

  • Deckblatt: Ist nicht „vorgeschrieben“, aber sinnvoll. Ein Deckblatt mit Foto und den Kontaktdaten vermittelt dem Personaler einen ersten Eindruck des Bewerbers.
  • Anschreiben: Das Herzstück. Hier sollte man möglichst nicht mehr als eine DIN-A-4-Seite beschreiben. Zuviel wirkt schnell überfrachtet. Außerdem muss das Anschreiben individuell auf die neue Stelle und das neue Unternehmen ausgerichtet sein. Allgemeine Floskeln und Phrasen sollte man vermeiden.
  • Lebenslauf: Obwohl es die wenigsten zugeben würden – in den Personalabteilungen wird zuerst der Lebenslauf seziert. Daher muss dieser gut strukturiert aufgebaut sein und alle für die Stelle relevanten Aussagen enthalten. Wird nicht im Lebenslauf schon deutlich, dass man die für die Position relevante Eigenschaften besitzt, können die anderen Unterlagen das schwer wieder wettmachen.
  • Motivationsschreiben: Die berühmte „Dritte Seite“. Hieran scheiden sich die Geister. Anfang der 90’er Jahre sehr beliebt, dann fast verschwunden und jetzt wieder etwas im Kommen. Das zusätzliche Motivationsschreiben bietet dem Bewerber noch einmal eine Chance, sich durch persönliche Gedanken von seinen Wettbewerbern abzugrenzen.
  • Anlagen: Arbeitszeugnisse, Arbeitsproben, Referenzen. Alle weiteren Anlagen sollten in chronologischer Reihenfolge – das neueste zuerst – und nach den anderen Unterlagen der Bewerbungsmappe beigefügt sein. Auch hier zählt Relevanz. Die Siegerurkunde beim Sportfest in der dritten Klasse sollte nicht unbedingt dazugehören.

Foto: © Martina Brunow Fotografie

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