Besuch im Wochenbett

Die ersten 6 bis 8 Wochen nach der Geburt nennt man „Wochenbett“. In dieser Zeit soll sich die Mutter von Schwangerschaft und Geburt erholen. Beim ersten Besuch im Wochenbett gibt es einiges zu beachten. Was genau, das erfährst Du hier.

Ab wann ist der Besuch im Wochenbett erwünscht?

Die Eltern geben nach der Geburt das Signal, ab wann sie sich für den Besuch im Wochenbett bereit fühlen. Gerade für Großeltern ist es mitunter schwierig nachzuvollziehen, weshalb sie ihr Enkelkind nicht direkt besuchen dürfen. Je nachdem wie fit Baby und Mama sind, ist der Besuch im Wochenbett früher oder später erwünscht. Manche Mütter genießen es bereits im Krankenhaus ihr Baby herzeigen zu können und dafür später zu Hause mehr Ruhe zu bekommen. In diesem Fall sollte man sich höflichkeitshalber mit der Zimmernachbarin absprechen, da nicht jeder einen Haufen Fremder um sich haben möchte, wenn man mit den ersten Schwierigkeiten kämpft. Andere möchten diese besonderen ersten Tage zu dritt ganz in Ruhe genießen. Sich die Zeit nehmen um sich erst einmal aneinander zu gewöhnen und sich in der neuen Situation zurechtzufinden ohne dass ständig Leute vor der Tür stehen.

Besuch im Wochenbett bei Frühchen

Wenn ein Baby mit einem Gewicht von unter 2.500 Gramm auf die Welt kommt, spricht man von einem Frühchen. In diesem Fall wird von einigen Hebammen empfohlen, erst Besuch zu empfangen (vor allem von Kleinkindern), wenn das Baby mindestens 3.000 Gramm wiegt. Der Hintergrund dafür ist, dass Besucher, besonders die Kleinen, jede Menge Keime mit ins Haus bringen. Wenn sich ein Frühchen ansteckt und dadurch weiter abnimmt ist es weitaus schlimmer als wenn ein 4 Kilo Kind ein paar 100 Gramm verliert.

Regeln für den Besuch im Wochenbett

Der Besuch im Wochenbett ist nicht mit späteren Besuchen zu vergleichen. Daher sollte man einige Punkte beachten:

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  • Der Besuch sollte auf jeden Fall gesund sein, auch bei einer kleinen Erkältung ist der Besuch im Wochenbett tabu.
  • Die Besucher sollten möglichst auf Parfüm verzichten. Das Baby kann sich so besser auf den Geruch der Eltern beziehungsweise der Muttermilch fokussieren.
  • Der Besuch im Wochenbett sollte maximal eine Stunde dauern. Falls Familie oder Freunde eine sehr weite Anreise haben, den Besuch am besten in ein Hotel einquartieren und mehrere kurze Besuche absprechen. Eine längere Pause tut den frischgebackenen Eltern zwischendurch mal gut.

Alternativ zu vielen Einzelbesuchen, kann man auch alle Besucher an einem Tag zu einer Willkommensparty einladen, um das Baby zu begutachten. Dies bedeutet zwar einen sehr stressigen Tag, aber einigen Eltern ist so vielleicht lieber.

Gerade mit Großeltern sollte man am besten schon während der Schwangerschaft einmal sprechen, dass der erste Besuch im Wochenbett je nach Situation eventuell erst nach einigen Tagen oder Wochen stattfinden kann. Das erspart Enttäuschung und Diskussionen, wenn das Baby auf der Welt ist.

Foto: © Martina Brunow Fotografie

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